TuS Bommern quält sich zum Sieg

Starke Partie: Bommerns Mittelmann Marius Jung (2. von li.).
Starke Partie: Bommerns Mittelmann Marius Jung (2. von li.).
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Zwei Punkte sackte der TuS Bommern beim 28:26 in Bergkamen ein - von einer Glanzleistung mochte Trainer Ingo Brebach hingegen nicht sprechen.

Bergkamen.. HC TuRa Bergkamen II -
TuS Bommern 26:28

TuS: Bauer, Kilfitt; Groß (3), Grajcar (2), Wichmann (1), Reichelt, F. Jung (10), Burbaum, Gebel, Buchholz (2), Sipos (6/5), M. Jung (4), Mazur.

Diese zwei Punkte hat sich der Tabellenführer der Handball-Landesliga hart erarbeitet. „Gut war das nicht - oft macht mein Herz solche Spiele vermutlich nicht mit“, meinte Trainer Ingo Brebach nach dem 28:26 (13:15) seines TuS Bommern beim HC TuRa Bergkamen II.

Von der Leichtigkeit des Auftritts gegen Gladbeck war am Samstagabend nicht mehr viel zu sehen. „Wir haben uns vor allem in der ersten Hälfte sehr schwer getan. Dass es mal nicht so läuft, kann ja vorkommen - aber dann muss zumindest die Spieldisziplin stimmen“, so Brebach - und die vermisste er in Bergkamen, gegen einen durchaus unbequemen Gegner, doch sehr. Ebenso wie das kurzfristige Fehlen des erkrankten Marcel Tarlinski den Bommeranern anzumerken war. „In der Defensive haben wir nicht so recht den Zugriff bekommen und diese Probleme dann auch noch in den Köpfen mit nach vorn getragen“, monierte der TuS-Coach. Frappierend, dass die zuletzt so herausragenden Außenspieler diesmal völlig neben sich standen, kaum ein Faktor in der Partie waren. Immerhin war auf die Rückraumspieler Verlass. Neben Spielgestalter Marius Jung (vier Tore) sammelte hier vor allem dessen Bruder Fabian auf Halblinks Bestnoten. Insgesamt steuerte er zehn Treffer bei, war von den Bergkamenern nie zu kontrollieren.

„Wir hatten heute das Glück, dass einige wenige unserer Stützen herausragende Leistungen abgerufen haben. Das ist aber nicht immer so“, hofft der Trainer des Spitzenreiters künftig wieder auf einen überzeugenderen Auftritt des Kollektivs.

Kurz nach der Pause - in der Brebach „sehr laut geworden“ war - schaltete der TuS zwei Gänge hoch, glich schnell zum 15:15 aus. In der 50. Minute aber war beim Stand von 22:22 immer noch alles offen. Doch jetzt stand die Bommeraner Defensive wesentlich besser. Fünf Minuten vor dem Abpfiff setzten sich die Gäste dann erstmals mit zwei Treffern ab - 25:23. „Das war quasi schon die Vorentscheidung. Bergkamen kam danach nicht mehr entscheidend heran“, so Brebach. Als Tibor Sipos auch seinen fünften Strafwurf sicher im Tor unterbrachte, hieß es 28:26. Jetzt konnten die TuS-Handballer durchatmen, die weiterhin punktgleich mit Schalke 04 vorne liegen.