TuS Bommern kassiert erste Pleite

Neben Marcel Tarlinski war Lars Wichmann (am Ball) noch bester Bommeraner in Welper.
Neben Marcel Tarlinski war Lars Wichmann (am Ball) noch bester Bommeraner in Welper.
Foto: Fischer / Funke Foto Services
Zum ersten Mal in dieser Saison unterlag der TuS Bommern - und das bei Westfalia Welper äußerst knapp mit 25:26.

Hattingen.. DJK Westfalia Welper -
TuS Bommern 26:25

TuS: Bauer, Kilfitt; M. Jung (3), Wichmann (5), Gebel (1), Groß (1), Sipos (2/1), Hitzemann (3), Tarlinski (7), Meister, Burbaum (1), Grajcar (1/1), Mazur (1), Reichelt (n. e.).

Platz eins haben sie behalten - den Nimbus des ungeschlagenen Spitzenreiters aber büßten die Landesliga-Handballer am Samstagabend ein. In einer packenden Partie unterlag das Team von Trainer Ingo Brebach bei der DJK Westfalia Welper mit 25:26 (11:14), hatte dabei vor allem mit den eigenen Nerven sowie den diskutablen Entscheidungen des Schiedsrichter-Gespanns zu kämpfen.

„Ich hatte schon ein komisches Gefühl, als die Schiris hier mit Schalker Trainingsanzügen aufgetaucht sind“, so Brebach. Bekanntermaßen ist der FC Schalke 04 erster Verfolger der Bommeraner - insofern zumindest eine brisante Ansetzung seitens des Verbandes. „Aber an den Beiden hat es sicher nicht allein gelegen, dass wir hier verloren haben“, betonte der entnervte TuS-Coach mit lädierter Stimme. Fraglos hatte sein Team die schwächste Leistung der laufenden Saison abgeliefert.

„Es waren viele Kleinigkeiten, die das heute gegen uns entschieden haben“, meinte Brebach - und lag damit durchaus richtig. Dabei kam sein Team, das in der denkbar jüngsten Besetzung ins Spiel ging, optimal aus den Startlöchern, legte gleich eine 3:0-Führung vor. Doch für nachhaltige Sicherheit beim Tabellenführer sorgte das nicht, zumal Torhüter André Bauer keinen guten Tag erwischte, schon in der ersten Viertelstunde - mittlerweile hieß es 7:7 - mehrfach schlecht aussah. Was jedoch auch daran lag, dass Bommerns Defensive viel zu zögerlich agierte, vor allem Nils Pradtke (9) und Sören Baumann (5) gewaltige Räume gönnte, die das Welperaner Duo vortrefflich nutzte. Längst hatten die Hausherren gemerkt, dass hier durchaus was drin war gegen die Nummer eins der Liga. Als nacheinander Tibor Sipos und Felix Groß von der Strafwurf-Marke scheiterten, setzte sich Welper auf 14:10 ab - immerhin verkürzte Marvin Gebel vor der Pause noch.

Anfangs der zweiten Hälfte fand Bommern wieder in die Spur, glich schnell zum 14:14 aus, lag nach 41 Minuten mit 18:16 vorn. Bester Mann bei den Gästen war Marcel Tarlinski, der insgesamt sieben Mal traf. Zehn Minuten vor Schluss hieß es 20:20 - noch immer war alles offen. Obwohl die Wittener bisweilen erhebliche Probleme hatten mit der enorm offensiven Abwehrformation der Gastgeber, machten sie aus einem 20:22 ein 24:22 (57.).

Doch wiederum kippte das Spiel. Ingo Brebach ließ seine Routiniers Hitzemann und Sipos lange auf der Bank, Welper glich nach einem kuriosen Zeitspiel-Pfiff der Referees zum 24:24 aus. Dann versagten Gregor Grajcars Nerven - Siebenmeter plus Nachwurf verworfen gegen den Ex-Bommeraner Jan-Niklas Jülicher im DJK-Gehäuse. Das 24:25 von Pradtke egalisierte Tarlinski in der Schlussminute - doch mit seinem neunten Treffer ließ Welpers Halblinker Nils Pradtke sein Team jubeln. 26:25 für Welper - eine Woche nach dem Triumph gegen Heeren-Werve patzte der TuS gewaltig.