Torlos-Krise am Stausee

Auch Herbedes Benjamin Homann (Mitte)
Auch Herbedes Benjamin Homann (Mitte)
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
SV Herbede kommt trotz engagierter Leistung und zahlreicher Chancen nicht über mageres 0:0 gegen Abstiegskandidat Hasper SV hinaus.

Herbede.. SV Herbede -
Hasper SV 0:0

SVH: Hamann; Hain, Ferber, Leone, Kleine, Homann, Reckort, Karisik, Beckmann (72. Sisman), Silberbach, Zimmer (76. Pänkert).
Schiedsrichter: Armin Sieber (Herten).
Zuschauer: 85.
Torfolge: Fehlanzeige.

So richtig wusste Guido Silberbach nicht, was er nach dem 0:0 (0:0) seines SV Herbede gegen den Hasper SV sagen sollte. Die Schwarz-Weißen machten eigentlich ein richtig gutes Spiel - bis zum gegnerischen Strafraum.

Denn sobald ein Herbeder versuchte das runde Spielgerät ins Hasper Torgehäuse zu bugsieren, war plötzlich der Wurm drin. „Wir haben einfach vergessen die Tore zu machen und zwei Punkte ganz klar verschenkt“, war sich auch Silberbach bewusst, dass gegen den Tabellenvorletzten mehr drin gewesen wäre - viel mehr.

Die Kicker vom Stausee traten von Beginn an forsch und diktierten das Spielgeschehen. Doch das vom starken Hasper Schlussmann Michael Blume gehütete Gästetor schien wie vernagelt. Leon Ferber und Sebastian Kleine vermochten es nach einer Ecke genauso wenig den Ball in die Maschen zu bugsieren (28.), wie Benjamin Homann, der sich nur vier Minuten später ganz stark im Sechzehner durchsetzte, dann aber zu unplatziert auf Kleine ablegte. Überhaupt ackerte der quirlige Homann wieder einmal vorbildlich, belohnt wurde er diesmal jedoch nicht. So ging’s torlos zum Pausentee.

Auch nach dem Seitenwechsel sollte der SV Herbede glücklos bleiben. Nach Ballgewinnen, die man aufgrund eines gut umgesetzten Pressings forcierte, schaltete die Silberbach-Elf weiterhin richtig flott um. Vor allem Außenverteidiger Fabrizio Leone machte über die linke Seite im Zusammenspiel mit Elvis Karisik ordentlich Dampf. Doch auch seine starke Vorlage für Kleine (56.) konnte dieser freihstehend vor HSV-Keeper Michael Blume nicht verwerten. Homann vergab in der Folge aus kurzer Distanz zwei weitere gute Gelegenheiten (60., 66.). „Den Hasper Torhüter haben wir heute richtig warm geschossen“, meinte Silberbach ein wenig bedient.

In der Schlussphase wurde die Partie dann hektischer. Die Hausherren wollten den Sieg nun unbedingt und attackierten noch früher, was dem Hasper SV natürlich ab und an Kontermöglichkeiten bescherte, die aber allesamt ungenutzt blieben. Auf der anderen Seite wollte das Spielgerät weiterhin nicht an seinen Bestimmungsort. Auch der eingewechselte Marvin Pänkert hatte kurz vor Ende kein Glück (84.). Den Schlusspunkt setzte Kleine - mit einem Kopfball über den Kasten.