Titelserie wächst weiter
19.09.2010 | 21:50 Uhr 2010-09-19T21:50:00+0200
Schliersee.Ihr Erfolgshunger kennt offenbar keine Grenzen: Die Bundesliga-Damen vom „asics Team“ TG Witten haben am Samstag in Bayern wieder zugeschlagen und sich den nächsten deutschen Meistertitel gesichert - dazu langte letztlich auch Rang zwei in der Tageswertung hinter Rivale TV Erlangen. Bei den Männern belegte das „asics Team“ TG Witten Rang drei - in der Tages- und der Gesamtwertung. Das AVU-Team vom PV-Triathlon beendete am Schliersee die Saison mit Rang sechs sowohl für die Männer als auch für die Frauen.
„Wäre ich Deutsche, hätte ich jetzt auch diesen Titel gewonnen“, flachste die 25-jährige Lisa Norden nach ihrem überwältigenden Sieg beim Bundesliga-Finale am Schliersee. Die Schwedin spielte förmlich mit der Konkurrenz, zeigte ihren Konkurrentinnen die Hacken und musste nach ihrem Zieleinlauf (nach 2:14,17 std.) noch gut zwei Minuten warten, bis Erlangens Rebecca Robisch als Bundesliga-Tageszweite über die Linie spurtete.
Da es bei den Mitstreiterinnen von Überfliegerin Lisa Norden nicht ganz so gut lief (Kathrin Müller wurde Vierte, Lena Brunkhorst Zehnte, die kurzfristig nachnominierte Carina Brechters stieg gar aus), belegten die Damen vom „asics Team“ TG Witten in Bayern hinter Rivale TV Erlangen Rang zwei - in der Gesamtwertung aber verteidigten die Ruhrstädterinnen ihren Vorsprung, liegen am Ende der DTL-Saison 2010 um einen Zähler vor dem Team aus Franken und erweitern damit ihre enorme Titelserie in der Bundesliga.
Rang sechs bei den Damen ging an das AVU-Team des PV-Triathlon, das letztlich nur mit einer Notbesetzung an den Start ging. Wencke Stoltz (16.; 2:30,55 std.), Linda Klauke (19.), Conny Dauben (24.) und Marietta Herrmann (25.) trugen letztlich auch ihren Teil dazu bei, dass die PVT-Damen im Endklassement auf Rang sieben landeten.
Bei den Männern ließ sich am Samstagnachmittag Titelverteidiger TV Buschhütten als alter und neuer Meister (bei der Siegerehrung schon ausgestattet mit den entsprechenden T-Shirts) feiern. Dabei steht die offizielle Bestätigung der Endtabelle noch aus: Aktuell liegt Buschhütten (acht Punkte; Platzziffer 124) vor dem Hansgrohe Team Schwarzwald (13/166), Bronze geht an das „asics Team“ TG Witten (15/137), Platz acht hat das AVU-Team des PV-Triathlon (40/430) inne. Doch sollte in Bälde die juristische Revision des Gladbeck-Resultates bestätigt werden (wir berichteten), würde das „asics Team“ punktgleich mit den Buschhüttenern Rang eins einnehmen - aufgrund der besseren Platzziffer. „Wir warten einfach ab, was da passiert“, spielt Teamchef Richard Gutt momentan auf Zeit.
Am Schliersee belegte sein Quintett nach einem mehr als unglücklichen Rennverlauf den dritten Rang (Platzziffer 30) hinter Tagessieger Hansgrohe-Team (26) und dem TV Buschhütten (28). Ärgerlich für die Wittener, denn auf der vorletzten Laufrunde hatte Matthias Zöll noch auf Rang acht gelegen. Dann aber verlor er auf der morastigen Strecke zweimal seinen Schuh und entsprechend viel Zeit. „Dadurch sind die anderen 20, fast 30 Sekunden weg gewesen“, so Zöll, der als 13. ins Ziel kam. Wäre es bei Rang acht geblieben - das „asics Team“ hätte den Tagessieg gefeiert. Bester Wittener war Sebastian Rank (4.; 2:00,52 std.) vor Christian Prochnow (6.) und Nils Frommhold (7.). Hinter Zöll lieferte Youngster Micha Zimmer (32.) das Streichergebnis, „aber er hat einen guten Wettkampf geboten“, so Richard Gutt.
Im AVU-Team vom PV-Triathlon war Sven Bergner (23.; 2:06,12) mit seinem Resultat zufrieden. „Damit hätte ich zuvor doch niemals gerechnet“, so der Wittener. Hinter ihm kamen Stefan van Thiel (24.), Josh McHugh (26.) und Oliver Strankmann (31.) in die Wertung, PV-Talent Dominik Wawrik hatte einen Platten, kämpfte sich aber ins Ziel, wurde 59. - den Spitzingsattel hatte er bezwungen.
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