Thomsen auf Abwegen
18.08.2010 | 17:31 Uhr 2010-08-18T17:31:00+0200
Glücksburg.„Einmal im Leben muss man so einen Unsinn mitgemacht haben“, dachte sich Axel Thomsen (PV-Triathlon), als er 2008 mit dem Ausdauer-Dreikampf anfing. Nach zwei Jahren Vorbereitungszeit kam nun sein großer Tag: der Ostseeman stand an.
Zu Beginn unsicher, ob ihm der Sport überhaupt Spaß machen würde, kaufte sich Thomsen zunächst ein Rennrad. Schnell merkte er jedoch, dass genau das der Fall war - „wie wohl nicht anders zu erwarten war“, gab er später mit einem Augenzwinkern zu und erklärte im gleichen Atemzug ebenso grinsend, als Zehnkämpfer „ kann man von allem ein wenig, aber nie etwas richtig“. In seiner Zeit als Zehnkämpfer ging er für den TV Norden an den Start. Nach seinem Wechsel zum PV-Triathlon berichtet er von den großen Ähnlichkeiten zwischen seinem alten Verein und dem neuen. In beiden Vereinen herrscht eine familiäre Atmosphäre, die ihm den Einstieg deutlich erleichtert habe. „Ich habe mich sofort wie in einer großen Familie gefühlt. Alle haben mich gleich gut aufgenommen und betreut“, gab Thomsen erleichtert zu.
Zu Beginn suchte er sich fünf olympische Distanzen aus, nur um Wettkampferfahrung zu sammeln. In seinem Neuseeland-Urlaub im letzten Jahr meldete er sich dann kurzfristig für den Ostseeman 2010 an. Ärgerlich nur, dass der Winter ziemlich hart wurde und seinem Trainingsplan so des Öfteren einen Strich durch die Rechnung machte. „Ich hatte fast jede Woche ein schlechtes Gewissen, nicht genug trainiert zu haben“, gab Thomsen rückblickend zu. Am Sonntag ging es für die etwa 1300 Athleten dann schon um 7 Uhr los. Gestartet wurde mit 3,8 Kilometern Schwimmen, die er in 1:18 Stunden hinter sich ließ. Entgegen erster Betrachtungen hielt die 180 Kilometer lange Radstrecke doch viele „giftige Steigungen“ für Thomsen bereit, aber nach glatten sechs Stunden war auch das geschafft. Auf der finalen Marathonstrecke mit 42,195 Kilometern Länge blieb er zunächst gut auf Kurs, musste später aber erste Gehpausen einlegen und beendete die Distanz so in 4:55 Stunden. Mit seiner Endzeit von 12:13 Stunden war Thomsen hingegen hochzufrieden. Jetzt überlegt er sich schon, „wann ich mich für die nächste Langdistanz anmelden kann“, gab er hochmotiviert an.
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