TG-Lazarett verliert in Soest

Zu allem Überfluss verletzte sich bei der TG-Niederlage auch noch Center Mathias Veit (M.).
Zu allem Überfluss verletzte sich bei der TG-Niederlage auch noch Center Mathias Veit (M.).
Foto: WAZ FotoPool / Olaf Ziegler
Mangels Spielermasse war für die TG Witten am Samstag in Soest nichts zu holen. Am Ende waren es 23 Punkte, die beide Teams trennten.

Soest.. BC 70 Soest -
TG Witten 79:56

TGW: Pleger, Jochimsen (11), Badziong (16), Lobert (2), Schüler (2), Winkelmann (11), Uchegbu (4), Veit (10).

Mit großen Personalsorgen ging es für die Oberliga-Basketballer der TG Witten zum Tabellendritten, dem BC Soest, mit noch größeren kamen sie nach Witten zurück. Obendrein setzte es eine 56:79 (38:38)-Niederlage.

Ohne Fabian Sklareck, Michael Heringhaus, Sebastian Wutzke und Julius Breu musste Trainer David Glöckner auskommen. Zudem gingen Jens Badziong und Osita Uchegbu angeschlagen in die Partie. Doch davon war den Wittenern zunächst nichts anzumerken. Die Verteidigung stand gewohnt sicher, vor allem dem weißrussischen Aufbauspieler der Soester, dem Glöckner Bundesligaformat unterstellte, wurde Einhalt geboten. Es entwickelte sich ein offenes Spiel, da beide Teams auf absoluter Augenhöhe agierten. So ging es über ein knappes 17:18 nach dem ersten Viertel aus Sicht der TG mit einem 38:38 in die Kabine.

Was Trainer Glöckner mit Beginn der zweiten Halbzeit erlebte, glich schon einem Paukenschlag. „Wir haben in der Offensive drei, vielleicht vier, falsche Entscheidungen getroffen, dafür traf Soest auf einmal alles“, so Glöckner. Und mit alles meinte er wohl vor allem die fünf Dreier binnen drei Minuten. Insgesamt wurde daraus ein 21:4-Lauf für den BC, der sich nun auf der Siegerstraße befand. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch TG-Center Mathias Veit - Glöckner war bedient. Ende des dritten Viertels war beim Stand von 45:63 aus Sicht der Wittener die Partie entschieden. Zum einen fehlten in der Folge die Körner, zum anderen schienen die Soester einen Sahnetag erwischt zu haben. „Dann ließen wir die Köpfe hängen, denn bei dem Speilstand war nicht mehr viel zu machen“, analysierte Glöckner im Anschluss an die deutliche TG-Niederlage.

Einen wirklichen Vorwurf machte er seiner Fünf jedoch nicht: „Dass es in dieser Konstellation schwer werden würde, war uns bewusst. Soest war in der zweiten Halbzeit einfach bärenstark.“

Tabellarisch muss der Blick der Wittener nun immer weiter nach unten schweifen. Noch sind es zwei Siege Vorsprung auf den elften Rang, doch es muss nun etwas Zählbares her. Eine Woche haben die Schwarzgelben Zeit, ihre Wunden zu lecken. Denn dann geht es gegen den Zehnten der Oberliga - den TVE DO-Barop.