SVB knickt nach Unsportlichkeit ein

Der SV Bommern (grün) hätte nach einer couragierten Leistung ein besseres Ergebnis verdient gehabt.
Der SV Bommern (grün) hätte nach einer couragierten Leistung ein besseres Ergebnis verdient gehabt.
Foto: WAZ FotoPool/ Bernd Böhmer
Der SV Bommern verliert gegen Landesligist SV Hohenlimburg trotz guter Leistung mit 0:4. Wittener halten die Gäste lange vom eigenen Tor weg, verlieren in der Schlussphase aber ihre Ordnung.

Bommern.. SV Bommern 05 -
SV Hohenlimburg 10 0:4 (0:1)

SVB: Scarpari, Janek, Brommer, Schumacher, Bech, Jakobs (46. Kraus), Bräuer, Neemann (46. Schröder), Herbrechter, Karczewski (46. Müller), Berghaus.
Torfolge: 0:1 (8.), 0:2 (64.), 0:3 (75.), 0:4 (81.).

Weil der Hagener Landesligist SV Hohenlimburg 10 sich zu einer Unsportlichkeit hinreißen ließ und der SV Bommern 05 in der Schlussphase nachließ, musste sich der Bezirksligist aus Witten am Ende deutlicher geschlagen geben, als es der Spielverlauf hergab. 0:4 hieß es nach einem Testspiel, das zwar arm an Höhepunkten war, SVB-Trainer Semin Salkanovic aber weitere Erkenntnisse brachte.

Salkanovic nutzte die Partie noch einmal, um ein bisschen was auszuprobieren. Er ließ Sven Neemann im Sturm beginnen und brachte den lange verletzten Julian Jakobs von Beginn an. In der Innenverteidigung starteten erneut Florian Brommer und Mischa Berghaus. Das Duo machte seine Sache einmal mehr gut und ließ fast 70 Minuten nicht viel zu. Bis auf eine Ausnahme: Schon nach acht Minuten klärten die Gastgeber einen langen Ball zu kurz in die Mitte ab und Timo Schürholz traf aus 25 Metern sehenswert in den Winkel.

Viel mehr passierte aber im ersten Durchgang nicht. Hohenlimburg hatte ein leichtes spielerisches Übergewicht, der SVB schaffte es aber, den Landesligisten weitestgehend vom eigenen Tor fern zu halten. „Wir haben uns gut aus dem Pressing befreit, den Ball dann aber häufig zu schnell verloren“, resümierte Semin Salkanovic. „Daher kamen wir nur selten in die gegnerische Hälfte.“ Die Konsequenz: Das Geschehen spielte sich in den ersten 45 Minuten über weite Strecken im Mittelfeld ab. Trotzdem hätte Patrick Bräuer kurz vor dem Pausenpfiff beinahe nach einer Flanke von Tim Herbrechter den Ausgleich erzielt.

Auch die erste Chance nach dem Seitenwechsel gehörte dem SV Bommern: Der eingewechselte Benjamin Schröder war frei durch und traf, Schiedsrichter Christoph Klinger wähnte den SVB-Torjäger aber im Abseits. Im Gegenzug traf Hohenlimburg die Latte. Weitere Highlights waren zunächst Mangelware.

Bis zur 64. Minute, als David Kerefidis einen langen Ball in Richtung SVB-Tor zum 2:0 einschob. Die Bommeraner, die den Ball zuvor für einen verletzten Gästespieler ins Aus geschossen hatten, erwarteten, dass man ihnen den Ball überlässt. Eine wahrlich unsportliche Aktion. Trotzdem ist es ärgerlich, dass Bommern in der Folge seine Ordnung verlor, sich noch zwei Gegentore fing und weitere Chancen zuließ. „Bis zum 0:2 sah das richtig gut aus. Gegen einen Landesligisten entscheiden aber Kleinigkeiten“, so Salkanovic.