SV Herbede viel zu harmlos

Chris Reckort (Mitte) und der SV Herbede verloren mit 0:3 gegen den SV Hilbeck
Chris Reckort (Mitte) und der SV Herbede verloren mit 0:3 gegen den SV Hilbeck
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Helf-Elf kann beim 0:3 gegen SV Hilbeck einfach nicht an Leistung des vergangenen Spieltags anknüpfen und verliert „verdient“.

Herbede.. SV Herbede -
SV Hilbeck 0:3 (0:0)

SVH: Hamann, Hain, Leone, Kleine, Dörken, Reckort, Karisik, Beckmann, Hochwimmer, Sisman (60. Hope), Zimmer (60. Pänkert).
Schiedsrichter: Jörg Schlemper.
Zuschauer: 125.
Torfolge: 0:1 Krautwurst (53.), 0:2 Greco (63.), 0:3 Krautwurst (79.).

Fast schon stoisch saßen die Herbeder Coaches Marco Held und Guido Silberbach nach dem Schlusspfiff auf ihren Trainerstühlen und blickten vor sich auf das künstliche Grün. Es schien, als suchten die beiden Übungsleiter Gründe für die 0:3 (0:0)-Niederlage der Ihren gegen den SV Hilbeck.

„Das ist mir einfach unerklärlich. Das war ein Unterschied wie Tag und Nacht“, sagte Held im Hinblick auf die durchaus ordentliche Leistung samt Auswärtssieg am vergangenen Spieltag beim SV Höntrop. Eigentlich sollte man meinen, so ein Erfolg gäbe ein wenig Selbstvertrauen im Abstiegskampf, doch am Pfingstmontag agierten die Schwarz-Weißen vor allem im zweiten Durchgang derart harmlos vor dem gegnerischen Kasten, dass man wohl auch noch weitere 90 Minuten ohne eigenen Treffer zugebracht hätte.

In Halbzeit eins hatten Kapitän Sebastian Kleine und Elvis Karisik noch zwei Möglichkeiten die Hausherren in Front zu bringen. Je länger die Partie aber dauerte, umso weiter entfernte sich das runde Spielgerät vom Hilbecker Tor. Zwar ackerte vor allem der flinke Fabrizio Leone auf der linken Außenbahn vorbildlich und auch Kevin Dörken machte wieder eine ordentliche Partie, doch richtig zwingend wurde es fast nie. Überhaupt konnte man der Held-Elf das Bemühen nicht absprechen, doch die Angriffe verliefen eben immer wieder im Sand. Auf der anderen Seite hatten die Kicker vom Stausee Glück, dass Torhüter Daniel Hamann richtig gut aufgelegt war und gleich zweimal einen Rückstand zur Pause noch so eben verhinderte (34., 39.).

Auch nach dem Seitenwechsel gelang den Hausherren nichts. Nach dem 0:1 durch Dennis Krautwurst (53.), der unbehelligt und für Hamann unhaltbar aus sieben Metern einköpfen durfte, verstärkte Held mit Gavin Hope und Marvin Pänkert noch weiter die Offensive, jedoch ohne nennenswerten Effekt. Zwar merkte man sofort, wie wichtig allen voran Flügelflitzer Hope für’s Herbeder Spiel ist, doch den Rückstand egalisieren konnte auch er nicht. Lediglich einen Kleine-Kopfball brachte man im zweiten Durchgang zustande (75.).

Auf der Gegenseite agierte der SV Hilbeck jetzt clever und nutzte die Fehler im Herbeder Spiel zum Kontern. Mit Erfolg, Gianluca Greco (63.) und abermals Krautwurst (79.) schraubten das Ergebnis zum 0:3 aus SVH-Sicht in die Höhe. „Das war eine verdiente Niederlage. Wir haben Hilbeck zum Toreschießen eingeladen“, ärgerte sich Held, für den es mit seinem Team im Abstiegskampf nun immer enger wird.