SV Herbede II bei der Ehre gepackt

Der SV Herbede II muss gegen den WSV Bochum unter anderem auf Abräumer Serge Klopotnoj (li.) verzichten.
Der SV Herbede II muss gegen den WSV Bochum unter anderem auf Abräumer Serge Klopotnoj (li.) verzichten.
Foto: Fotopool / Bernd Böhmer
Was wir bereits wissen
Rast-Elf will sich im Duell mit dem WSV Bochum keine Wettbewerbsverzerrung nachsagen lassen.

Witten.. Auch in der A-Kreisliga steht der letzte Spieltag vor der Tür. Für die Ruhrstadt-Teams geht’s dabei eigentlich nur noch um die Ehre. Für die Kicker des SV Herbede II ganz besonders. Denn die könnten das Zünglein an der Waage im Aufstiegsrennen sein.

WSV Bochum - SV Herbede II (Sonntag, 15 Uhr, Heinr.-Gustav-Str.). Am Stausee hatte man sich darauf eingestellt, die Saison gemütlich ausklingen zu lassen. In Sachen Aufstiegsambitionen war der Zug in den letzten Wochen schon lange abgefahren und auch im Kader merkte man zuletzt, dass sich die Spielzeit langsam dem Ende neigt - die Personaldecke war beim Team von Trainerduo Markus Zybon/Mirko Rast dünn wie selten.

Daran hat sich auch im Vorfeld der Partie beim WSV Bochum nichts geändert. Nach wie vor fehlen zahlreiche Stammkräfte verletzt oder weilen schon im Sommerurlaub. Mit der Gemütlichkeit dürfte es am Sonntag allerdings dennoch vorbei sein. Denn die Bochumer dürfen sich noch kleine Hoffnungen auf den direkten Aufstieg machen. Mit einem 7:0-Sieg gegen die Kicker vom Stausee würde man den TuS Kaltehardt, der zuletzt zweimal in Folge verlor und an diesem Wochenende spielfrei hat, in letzter Sekunde noch von der Tabellenspitze verdrängen. „So weit wollen wir es nicht kommen lassen“, macht Rast daher schnell klar, dass man sich sehr teuer verkaufen möchte. „Wir werden ein seriöses Spiel abliefern und uns erhobenen Hauptes in die Sommerpause verabschieden“, so der Coach.

TuS Heven II - Türkischer SV (Sonntag, 15 Uhr, Haldenweg). Einen schönen Abschluss würde sicherlich auch David Ebner mit den Seinen feiern. Der scheidende Trainer der Hevener Zweitvertretung steht gegen den schon abgestiegenen TSV am Sonntag zum letzten Mal in der Verantwortung. „Personell wird’s erneut schwierig, doch wir peilen einen Sieg an“, erklärt Ebner, der in der kommenden Saison beim VfB Langendreerholz anheuert und für nach dem Spiel schon etwas vorbereitet hat. „Egal wie das am Sonntag ausgeht, wir werden im Anschluss zusammen Pizza essen“, erklärt er.

Dabei ist ein Heimerfolg gegen den Türkischen SV sicherlich machbar. Die Elf von Trainer Celil Kirdar holte in der Rückrunde erst zwei Zähler überhaupt.

SG Linden-Dahlhausen - TuS Ruhrtal (Sonntag, 15 Uhr, Am Lewacker). Ein Sieg im letzten Saisonspiel käme auch dem TuS Ruhrtal recht. Denn theoretisch ist für das Team um Coach Michael Ruhl noch Platz drei drin. Dafür müssen der TuS Hattingen und der SV Herbede II allerdings Federn lassen. „Ich denke nicht, dass Hattingen beim Tabellenletzten stolpert“, möchte Ruhl zumindest am Lokalrivalen vom Stausee vorbeiziehen. „Das ist Ansporn genug und wäre ein schöner Abschluss.“