SV Herbede geht im Dauerregen unter

Herbedes Kapitän Sebastian Kleine (li.) bekam kaum ein verwertbares Zuspiel.
Herbedes Kapitän Sebastian Kleine (li.) bekam kaum ein verwertbares Zuspiel.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Den Schwung aus der Vorwoche hat der SV Herbede offenbar nicht mitnehmen können, verlor deutlich mit 0:3 (0:2) beim SV Sodingen.

Herne.. SV Sodingen -
SV Herbede 3:0 (2:0)

SVH: Hamann; Ferber (60. Pänkert), Hain, Beckmann, Leone, Zimmer, Reckort, Sisman, Tewes (52. Karisik), Kleine, Homann.
Schiedsrichter: Benjamin Schäfer (Herten).
Zuschauer: 100.
Torfolge: 1:0, 2:0 Elbers (7., 37.), 3:0 Battaglia (51.).

War der deutliche Heimsieg gegen Wanne 11 nur ein Strohfeuer des SV Herbede? Jedenfalls sahen die Schützlinge von Trainer Marco Held am Sonntag beim Tabellenzweiten SV Sodingen überhaupt kein Land und verloren auch in der Höhe verdient mit 0:3 (0:2).

„Das war insgesamt eine Katastrophe. Wir laden den Gegner zu seinen Toren förmlich ein, die Fehler in unserer Hintermannschaft waren erschreckend“, schüttelte Herbedes Co-Trainer Guido Silberbach nach der Partie ungläubig den Kopf. Eigentlich hatten die SVH-Verantwortlichen gehofft, nach der guten Vorstellung in der Vorwoche sei nun die Wende zum Besseren eingeleitet worden. Doch in Sodingen waren die Wittener absolut chancenlos, kamen nur in den seltensten Fällen gefährliche vor den Kasten der Gastgeber.

Keine Frage, nach dem Dauerregen des Wochenendes hatte der Sodinger Rasenplatz enorm gelitten, glich an manchen Stellen einer Seenlandschaft, auf der flüssige Kombinationen nur mit größter Mühe machbar waren. Doch der Tabellenzweite hatte damit weit weniger Probleme als der SVH, der schon nach sieben Minuten den ersten Gegentreffer einstecken musste. Im Mittelfeld ging der Ball im Spielaufbau unnötig verloren, ein schneller Pass in die Spitze - und Sodingens Peter Elbers ließ Herbedes Schlussmann Daniel Hamann beim 1:0 keine Chance.

Mit dem böigen Wind im Rücken setzten die Herner nach, waren im Zweikampf giftiger und leisteten sich wesentlich weniger Passfehler als die Gäste. Glück für Herbede, dass in der 32. Minute ein 20-Meter-Schuss von Christoph van der Heusen nur an die Latte klatschte. Kurz darauf durften die Platzherren dann aber doch zum zweiten Mal jubeln. Wieder fand ein kluger Pass in den Strafraum Peter Elbers, der völlig unbehelligt zum 2:0 vollstreckte (37.). Zwei, drei weitere Distanzschüsse verzeichnete Sodingen, die jedoch Hamann allesamt glänzend abwehrte. „Offensiv kam da von uns fast gar nichts - lediglich einmal hatte Sebastian Kleine eine Chance“, fasste Silberbach zusammen.

Selbst mit Windunterstützung schaffte der SV Herbede nach der Pause nicht mehr die Wende. Im Gegenteil: Nach einem Eckball der Wittener konterte Sodingen blitzschnell - den finalen Schuss setzte Fabio Battaglia mühelos als Abstauber zum 3:0 in die Maschen (51.). Zwar versuchte die Held-Elf, selbst ins Spiel zu kommen - doch entweder vereitelte die miserable Passquote jegliche Torgefahr oder man jagte das Spielgerät planlos ins Nichts. „Wir können nur hoffen, dass das nächste Woche gegen Haspe besser aussieht“, so Silberbach.