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Fußball - Westfalenliga

SV Herbede böse verhauen

15.11.2009 | 20:43 Uhr

Silberbach zürnt nach 1:5 beim FC 96 Recklinghausen

FC 96 Recklinghausen - SV Herbede  5:1 (2:1)

SVH: Wirges; Wurst, Hain, Cetinbag, Kupilas (46. Fröhning), Wondra, Rathmann, Kaczmarek, Öztürk, Meinert (43. Kiessling), Kleine (62. Silberbach).

Zuschauer: 230.

Torfolge: 0:1 Sebastian Kleine (2.), 1:1 (3.), 2:1 (36.), 3:1 (53.), 4:1 (58.), 5:1 (67.).

Recklinghausen. „Nur ganz wenig Licht” sah Trainer Jörg Silberbach in Reihen seines SV Herbede beim 1:5 (1:2) gegen den FC 96 Recklinghausen - eigentlich war es dann auch wohl eher eine ganz dunkle Stunde für die Wittener, bei denen es eine Akteure an der Einstellung vermissen ließen.

„Wir werden da einiges aufarbeiten müssen - mehrere Spieler haben den Kopf allzu schnell in den Sand gesteckt und aufgegeben”, meinte Silberbach, der in der letzten halben Stunde selbst auf dem Platz stand, neben Frank Wondra und Jan Kiessling noch einer der Besten war.

Eigentlich hatte es ja trefflich begonnen für die Gäste: Schon nach zwei Minuten legte Osman Öztürk nach feiner Einzelleistung Sebastian Kleine den Ball maßgeschneidert auf - 1:0. Doch die Freude über diese Führung währte nur eine Zeigerumdrehung, dann nutzte Recklinghausen einen schweren Patzer der Herbeder Defensive zum 1:1 (3.). Es folgte „eine gute Phase von 20, 25 Minuten”, wie Silberbach berichtete, doch dann ließ sich Dominik Kupilas gedankenverloren den Ball an der Torauslinie abjagen - Rückpass, drin das Ding zum 1:2 (36.).

Frank Wondra (re., SV Herbede) beobachtet Recklinghausens Marijo Pavlovic bei der Ballarbeit.

In der Pause versuchte Silberbach sein Team noch einmal wachzurütteln - „aber das kam wohl irgendwie nicht an.” Schon in der 53. Minute setzte es das 1:3 - und von einem Aufbäumen war nicht wirklich viel zu sehen auf Seiten der Herbeder. Pech für den SVH, dass schon zeitig Wojtek Meinert bei seinem Comeback aufgrund einer Verletzung seinen Platz wieder räumen musste. Nach dem dritten Gegentor war die Partie dann auch für den angeschlagenen Sebastian Kleine beendet.

Und statt das Ergebnis zumindest mit Kampfgeist und Einsatzbereitschaft in erträglichen Grenzen zu halten, stümperte die SVH-Defensive weiter wie wild umeinander, ließ sich auch noch den vierten (58.) und den fünften (67.) Stoß versetzen - das 1:5 spiegelte am Ende die Kräfteverhältnisse sogar korrekt wieder. Silberbach: „Von Selbstkritik fehlt bei einigen jede Spur.”

Oliver Schinkewitz

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