SV Bommern stürzt Titelaspiranten

Bommerns Sebastian Janek (Mitte) zeigte eine richtig gute Partie.
Bommerns Sebastian Janek (Mitte) zeigte eine richtig gute Partie.
Foto: Fotopool / Bernd Böhmer
Was wir bereits wissen
Salkanovic-Elf siegt 2:0 gegen SpVg. Hagen. Schröder sieht Gelb-Rot.

Hagen.. SpVg. Hagen 11 -
SV Bommern 05 0:2 (0:1)

SVB: Kwapich; Queißer, Berghaus (46. Brommer), Karczewski, Bech, Janek, Bräuer, Tytko, Kraus (80. Herrmann), Schumacher (56. Müller), Schröder.
Torfolge: 1:0 Kraus (18.), 2:0 Schröder (55.).

Dem SV Bommern ist gegen die SpVg. Hagen 1911 die Überraschung geglückt. Mit 2:0 (1:0) siegte das Team von Semin Salkanovic in der Volmestadt gegen früh dezimierte Gäste. Einziger Wermutstropfen: Gleich mehrere Akteure sind in der nächsten Woche gesperrt.

Von Beginn an zog der Unparteiische Niko Dahlhoff seine strenge Linie äußerst konsequent durch und ahndete selbst kleinere Vergehen mit der gelben Karte. „Das war ein bisschen übertrieben“, meinte auch Salkanovic, der dadurch am kommenden Spieltag auf Holger Schumacher und Timo Karczewski verzichten muss, die jeweils ihre fünfte Verwarnung sahen. Dazu flog Torjäger Benjamin Schröder kurz vor Schluss mit der „Ampelkarte“ vom Feld. Insgesamt setzte es sieben Gelbe für den SVB.

Doch auch die Hausherren gingen diesbezüglich nicht leer aus. Wegen Nachtretens spielte die SpVg. ab der 42. Minute nur noch zu zehnt. Da lagen kämpferisch ganz starke Bommeraner durch einen Treffer von Michael Kraus, der nach feiner Vorarbeit von Maurice Tytko das runde Leder nur noch einschieben musste, schon mit 1:0 in Front (28.). Von den Volmestädtern kam wenig, auch weil Sebastian Janek Hagens Spielmacher Sinan Hajra, der bis zuletzt immerhin noch für den TuS Ennepetal in der Oberliga aktiv war, völlig aus dem Spiel nahm.

Das änderte sich auch nach der Pause nicht. Die Kicker vom Goltenbusch machten fast alles richtig. „Wir wollten direkt mit Vollgas attackieren“, erklärte Salkanovic. Das klappte so gut, dass Benjamin Schröder schnell auf 2:0 stellte (55.) und der SVB das Spielgeschehen in der Folge weitgehend vom eigenen Kasten fernhielt. Die Wittener hatten den Titelfavoriten komplett im Griff und waren bis zum Schluss dem dritten Tor näher als Hagen dem Anschlusstreffer. „Das war eine super Leistung“, befand auch Salkanovic, der insbesondere Maurice Tytko und Dennis Bech lobte.