SUA will in Potsdam punkten

Auf Nicki Graczyk (grün) wartet in Potsdam, insofern er antreten kann, eine schwere Aufgabe.
Auf Nicki Graczyk (grün) wartet in Potsdam, insofern er antreten kann, eine schwere Aufgabe.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Mindestens einen Punkt peilt die SU Annen beim UJKC Potsdam an. Wittener in Bestbesetzung.

Witten..  In der 1. Judo-Bundesliga stehen die Männer von der Sport-Union Annen vor einer richtungsweisenden Aufgabe: Am dritten Kampftag sind die Wittener am Samstagabend (18 Uhr) beim UJKC Potsdam zu Gast. Dort haben die Gäste aus der Ruhrstadt die große Chance, sich frühzeitig eine sorgenfreie Saison bescheren. SUA-Trainer Stefan Oldenburg erwartet eine spannende Partie mit völlig offenem Ausgang.

Zwei Kämpfe haben die Teams in der Judo-Bundesliga bislang absolviert. Mit Potsdam und Annen stehen nun zwei Teams gegenüber, die mit dem bisherigen Saisonverlauf gewiss nicht unzufrieden sind. Zwar ärgerte sich die Sport-Union zuletzt über einen unnötigen Punktverlust im Heimkampf gegen JC 90 Frankfurt/Oder. Mit dem Auftaktsieg in Holle im Rücken konnte man im Wittener Lager mit dem Punkt letztlich aber gut leben. Und: Ungeschlagen geht es somit nun nach Potsdam.

Der dort heimische UJKC hat zwar bereits eine Niederlage kassiert. Diese war gegen den turmhohen Favoriten Hamburger JT aber einkalkuliert und steht der SUA Anfang Juli wahrscheinlich auch noch bevor. Deutlich Aussagekräftiger ist da schon der 11:3-Erfolg in Frankfurt. „Potsdam hat ein gutes Team. Es wird auf jeden Fall ein harter Kampf werden“, sagt SUA-Coach Stefan Oldenburg. „Aber wir fahren nicht dahin, um uns verhauen zu lassen.“

Die selbstbewussten Worte Oldenburgs entstammen auch seiner Gewissheit, mit schlagkräftigem Personal in die Hauptstadt Brandenburgs zu reisen. Mit dabei sein werden dort die beiden Holländer Ferdinand Ansah (-100 kg) und Marvin de la Croes (+100). Sie sollen dafür sorgen, dass die Punkteausbeute der Annener in den hohen Gewichtsklassen diesmal höher ausfällt.

Ansah punktete bereits in Holle für die SUA. Marvin de la Croes indes enttäuschte im eigenen Dojo gegen Frankfurt. Offenbar war er nach einer Schulter-OP im März noch längst nicht wieder voll bei Kräften. „Ich hoffe, er kann jetzt wieder Vollgas geben“, sagt Oldenburg über den Niederländischen Meister im Schwergewicht. Zumal es in Potsdam auf jeden einzelnen Punkt ankommen wird. Krankheitsbedingt etwas angeschlagen sind im Wittener Lager lediglich Lutz Behrla (-100 kg) und Nicki Graczyk (-66 kg).

Sollte Graczyk auf die Matte gehen können, erwartet ihn eine ganz schwere Aufgabe. Sein Gegner wird dann vermutlich Martin Setz sein, der im vergangenen Jahr den dritten Platz bei der Europameisterschaft holte.

Zudem gilt es bei den Hausherren auf Maksym Chykurda zu achten. Er startet in der 90 Kilogramm-Klasse „und ist unheimlich stark“, wie Oldenburg zu berichten weiß. Bisher gewann er drei seiner vier Kämpfe. Stefan Oldenburg hofft, dass Max Strote ihm Paroli bieten kann.