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Judo - Westdeutsche Meisterschaft

SUA-Talente in bestechender Form

16.02.2015 | 16:19 Uhr
SUA-Talente in bestechender Form
Über einen dritten Platz konnte sich U21-Judoka Thomas Graczyk (re.) in der 66-kg-Konkurrenz freuen. Das DM-Ticket ist somit gelöst.

Herne/Wattenscheid.   Starker Auftritt des Wittener Nachwuches sorgt für zahlreiche DM-Tickets. Trainer Stefan Oldenburg sehr zufrieden mit seinen Schützlingen

Hätten die Judoka der Sport-Union Annen für jede ihrer Spitzenplatzierungen bei den Westdeutschen Meisterschaften der U 18- und U 21-Junioren einen Pokal bekommen - im Trophäen-Zimmer des Sportzentrums am Kälberweg wäre es ganz schön eng geworden. Herausragend waren vor allem die beiden Gold-Medaillen für Sarah Hildebrand (U 18) und Sara Kesmen (U 21).

„Dieses Ergebnis ist wirklich grandios - das war ein hervorragendes Wochenende für uns“, schwärmte Juniorentrainer Stefan Oldenburg von den großartigen Resultaten, die die Annener Talente bei den Turnieren in Herne und Wattenscheid erzielten. Eine Fahrkarte nach der anderen gab’s für die bevorstehenden Deutschen Meisterschaften - und auch dort wollen die SUA-Judoka ihren Club würdig vertreten.

Den Auftakt machten am Samstag die U 18-Junioren - und die ließen es im Wanner Sportpark, wo in zwei Wochen auch die DM in dieser Altersklasse stattfinden wird, gehörig krachen. In der 50-kg-Kategorie schaffte es Philip Utzig als erster Wittener bis aufs Podest, belegte Rang drei. „Vor allem gegen den späteren Turniersieger hat er sehr gut ausgesehen“, lobte Oldenburg. Ebenfalls Bronze gab’s für Moritz Vieregge im 55-kg-Limit. Auf dem Weg dorthin bezwang er in der Trostrunde unter anderem Vereinskollege Lukas Romahn.

Gar bis ins Finale reichte es in der 66-kg-Klasse für Hanno Keller. „Er hat ein super Turnier gekämpft“, so der SUA-Coach. Ärgerlich nur, dass der Annener im Endkampf gegen Arman Araghinavaz (JC Mönchengladbach) einen Moment unachtsam war - nach nur sieben Sekunden warf ihn sein Gegner, bekam dafür gleich den entscheidenden Ippon. „Da hat er mich leider gut erwischt, das hätte mir so nicht passieren dürfen“, so Keller. Teamkollege Johannes Mäkelburg (-73 kg) verschenkte die Chance aufs Finale, verlor unglücklich gegen Jan Droste (JC Datteln), war dann aber wieder mental voll auf der Höhe und holte im kleinen Finale Bronze.

Einmal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze gab’s im Anschluss für die U 18-Juniorinnen der Sport-Union. Überhaupt nicht zu stoppen war hier Sarah Hildebrand (-57 kg), die alle drei Kämpfe vorzeitig gewann - u. a. das Finale gegen Dauerrivalin Hannah Schneider (Hennef). „Gegen die hat sie bislang immer verloren“, so Oldenburg. Auf dem zweiten Platz der 63-kg-Klasse landete Sara Kesmen, die laut ihrem Trainer mit einem spektakulären Ura-nage den „Ippon des Tages“ warf. Das Finale gegen Jana Lecloux (M’gladbach) verlor sie jedoch unglücklich trotz vorheriger Führung. Jeweils auf Rang drei landeten Maria Romahn (-48 kg) und Julia Friedrich (-78 kg).

In der 46-kg-Klasse griff zudem SUA-Teamstarter Alessio Murrone (JT Ostwestfalen) Bronze ab, Gold in der Klasse über 90 kg ging an den ebenfalls am Wittener Stützpunkt trainierenden Jonas Schreiber aus Freudenberg, der im nächsten Jahr nach Annen wechseln soll.

Tags darauf bei der Westdeutschen U 21-Meisterschaft in Wattenscheid holte sich Sara Kesmen (-63 kg) ihre nächste Medaille - diesmal aber eine goldene. Nach zwei Freilosen zu Beginn gewann sie sowohl das Halbfinale als auch den Endkampf gegen SUA-Bundesliga-Starterin Charlotte Gruber (Leverkusen) vorzeitig. „Das war ganz souverän von ihr“, lobte Oldenburg die erst 16-Jährige. Bronze gab’s in der 57-kg-Kategorie für Wittens Michelle Bazynski, die erst das Halbfinale verlor, dann aber auf dem Weg zu Rang drei zwei weitere Kämpfe gewann.

Bei den Junioren landeten in der 66-kg-Klasse sowohl Thomas Graczyk als auch Tim Malewany auf dem Bronze-Rang, holten sich ebenfalls ihr Ticket für die Deutsche Meisterschaft, die am 7. und 8. März in Frankfurt/Oder stattfinden wird. Hanno Keller wurde (ebenfalls im 66-kg-Limit) Fünfter, unterlag u. a. gegen Vereinskollege Graczyk, der seinen einzigen Kampf gegen den späteren Sieger Maxime Junghänel (M’gladbach) verlor.

Obendrein gab es für die Wittener Mannschafts-Starter Florian Kosch (Herne; 2.) und Felix Packlin (Hattingen; 3.), die beide am Annener Stützpunkt trainieren, Medaillen in der 90-kg-Kategorie und weitere DM-Tickets. Sogar Gold holte SUA-Regionalliga-Kämpferin Désirée Haarmann (-70 kg), die ihr Einzelstartrecht für Hagen wahrnimmt. Bereits gesetzt für die U 21-DM in Brandenburg ist Nationalkader-Kämpferin Sarah Mäkelburg.

Oliver Schinkewitz

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2015-02-16 16:19
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