SU Annen erwartet „enge Kiste“

Niederländischer Meister: SUA-Publikumsliebling Marvin de la Croes (vorne li.).
Niederländischer Meister: SUA-Publikumsliebling Marvin de la Croes (vorne li.).
Foto: Oliver Schinkewitz
Was wir bereits wissen
Die Judoka der SU Annen haben am Samstag den JC 90 Frankfurt/Oder am Kälberweg zu Gast - und der bezog zuletzt gegen Potsdam reichlich Prügel.

Witten..  Der Bundesliga-Dritte von 2014 bittet zum ersten von zwei Heimkämpfen in dieser Saison: Am heutigen Samstag (18 Uhr, Sportzentrum Kälberweg) wollen die Judoka von der SU Annen mit einem Sieg gegen den JC 90 Frankfurt/Oder bereits einen großen Schritt in Richtung Viertelfinal-Qualifikation machen.

„Wir sind bereit und haben eine schlagkräftige Mannschaft beisammen“, erklärt Trainer Stefan Oldenburg der auch wieder als Kämpfer für die Sport-Union auf der Matte stehen wird. Vor 14 Tagen war den Wittenern - und auch Oldenburg selbst (Sieg gegen den Ex-Annener Christophe Lambert) - ein vortrefflicher Start gelungen mit dem 8:6 bei Neuling Judo in Holle. Daran wollen die SUA-Judoka nun anknüpfen, wenn es gegen den brandenburgischen Dauer-Rivalen aus Frankfurt/Oder geht. Das Team von der polnischen Grenze, jahrelang die dominierende Mannschaft im Bundesliga-Norden, hatte zum Auftakt eine empfindliche 3:11-Niederlage gegen den Nachbarn UJKC Potsdam einstecken müssen. Für Stefan Oldenburg ein Grund, mit besonderer Vorsicht an dieses Duell heranzugehen: „Die Frankfurter werden sich bestimmt dafür rehabilitieren wollen. Nach dieser Pleite kommen sie sicher mit einer starken Mannschaft zu uns.“ Es sei denn, die internationalen Top-Judoka des JC 90 sind anderweitig gebunden - u. a. beim Grand Slam von Baku in Aserbaidschan.

„Wir werden uns von deren Niederlage am ersten Kampftag auf jeden Fall nicht blenden lassen“, sagt Stefan Oldenburg, der gemeinsam mit Marcel Haupt wieder die Planung für den Wittener Kampftag übernommen hat. Vor den voraussichtlich zahlreichen Zuschauern am Kälberweg hat die SU Annen eine richtig gute Truppe beisammen, gegen die sich auch das beste Aufgebot der Frankfurter arg strecken müsste, um zum Erfolg zu kommen. Ohnehin muss die Sport-Union ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen, gehört sie doch neben dem Hamburger Judo-Team einmal mehr zu den Favoriten der Nordgruppe.

Den hervorragenden Eindruck, den der erst 20-jährige Niederländer Max de Vreeze in Holle bei seinem Sieg gegen Maxime Lambert gemacht hatte, darf der Dritte der Junioren-WM 2014 am Samstag vor heimischem Publikum verfestigen. Auf ihn setzt Stefan Oldenburg ebenso wie auf dessen Landsmann Marvin de la Croes, Publikumsliebling am Kälberweg und mittlerweile Meister seines Heimatlandes in der Plus-Kategorie. Da könnte es zum Aufeinandertreffen mit JC-Routinier Thomas Pille kommen, der unlängst Deutscher Meister wurde. „Frankfurt hat einige starke Ausländer, darunter die Letten Milenbergs und Borodavko“, weiß Oldenburg. Die SUA macht sich auf einen heißen Tanz gefasst - „das könnte eine ähnlich enge Kiste werden wie in Holle.“