Stockum taumelt der Kreisliga A entgegen

Christian Berndl (vorne) und der TuS Stockum
Christian Berndl (vorne) und der TuS Stockum
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Reinert-Elf geht im wichtigen Spiel bei Arminia Bochum mit 1:7 baden. Rückstand auf das rettende Ufer beträgt nun acht Punkte – bei nur noch drei Spielen.

Bochum.. Arminia Bochum -
TuS Stockum 7:1 (3:0)

TuS: Wagner, Schmidt (46. Südfeld), Demirel, Kartal, Heuer Fernandes, Bittorf, Diemling, Berndl, Colak (Boulakhrif), Bourima, Reinert (77. Gronemann).
Torfolge: 1:0 (19.), 2:0 (34.), 3:0 (42.), 4:0 (46.), 4:1 Reinert (53.), 5:1 (55.), 6:1 (59.), 7:1 (77.).

Die Partie bei Arminia Bochum hatte Dirk Reinert zum Alles-oder-nichts-Spiel ausgerufen. „Am Ende haben wir nichts“, stellte TuS Stockums Trainer nach Spielschluss mit versteinerte Miene fest. Seine Mannschaft war zuvor mit 1:7 untergegangen und verspielte damit wohl auch die allerletzte Chance auf den Klassenerhalt. Da die Konkurrenz ihre Spiele gewann, beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer nun acht Zähler – bei nur noch neun zu vergebenden Punkten.

Eine Viertelstunde lang sah es in Bochum ganz und gar nicht nach einem Kantersieg aus. Beide Mannschaften agierten aus einer sicheren Abwehr heraus, sehenswerte Aktionen mit Torgefahr gab es keine. Es war die Effektivität der Hausherren bei Standardsituationen, die letztlich den Unterschied ausmachte. Einen Freistoß aus dem Halbfeld wehrte Stockum zunächst ab, der Nachschuss von der Strafraumlinie aber traf ins Schwarze – 0:1 (19.).

Im Spiel nach vorne fehlte es der Elf von Dirk Reinert, der selbst 77 Minuten lang im Sturm agierte, an Ideen und Präzision. Arminias Innenverteidiger Kai Drathen hatte keine Mühe, seine Abwehr gegen seinen Ex-Klub zusammenzuhalten. Weil obendrein TuS-Keeper Meikel Wagner bei einer Ecke am Ball vorbei sprang (34.) und wenig später einen direkten Freistoß in die Torwart-Ecke passieren ließ, lagen die Wittener schon zur Pause mit 0:3 hinten.

Mit Martin Südfeld als zweite Spitze ging es in den zweiten Durchgang, den ersten Treffer erzielte aber nach einer halben Minute Arminia Bochum. Damit war die Partie entschieden. Reinert verkürzte nach einer Kopfball-Verlängerung von Südfeld zum 1:4 (53.), aber die Gastgeber nutzten in der Folge die Konfusion in der Stockumer Hintermannschaft gnadenlos aus. Den symptomatischen Schlusspunkt zum 7:1 setzte Bochum mit einem weiteren Freistoßtreffer ins Torwart-Eck.

Während die Arminia nun endgültig gesichert ist, wird der TuS Stockum in die Kreisliga A durchgereicht. „Die Stimmung ist im Keller. Die Jungs tun mir leid“, so Reinert.