Stauseekicker nicht zu bremsen

Witten..  Die Vorrunde des Sparkassen-Hallencups prägten maßgeblich die Farben Schwarz und Weiß. Alle drei Mannschaften des SV Herbede buchten das Sonntagsticket für den zweiten Turniertag in der Husemanhalle. Ansonsten versprühten die Kicker des TuS Heven 09 Eleganz, während man beim Ausrichter in lange Gesichter blicken konnte.

Das hatte man sich beim DJK TuS Ruhrtal sicher anders vorgestellt. „Es wäre schön, wenn wir auch am Sonntag noch am Ball wären“, gab Coach Michael Ruhl im Vorfeld des Turniers zu Protokoll - daraus wurde nichts. Schon das 1:5 zu Beginn gegen den VfB Annen (eindrucksvoller Gruppensieger) war ein herber Rückschlag für den Titelverteidiger, der auch gegen Ligakonkurrent SV Herbede II mit 0:1 die Segel streichen musste und somit draußen war. Aufgrund der besseren Tordifferenz zog in der Gruppe B somit der VfB Annen, angeführt vom starken Duo Marvin Böth/Fabian Korinth, vor Herbedes „Zweiter“ in die Zwischenrunde ein.

Richtig knifflig wurde es in der Gruppe A. TuRa Rüdinghausen durfte im letzten Gruppenspiel gegen den Türkischen SV nur nicht verlieren, um weiterzukommen. Zuvor hatte der B-Ligist aus dem Mellmausland furios den TuS Stockum mit 3:2 geschlagen und sich in eine komfortable Ausgangslage gebracht. Doch ein Doppelschlag von TSV-Stürmer Atilla Kartal und Murat Bicer bremsten abrupt den Höhenflug der Truppe von Coach Stefan Lohrmann. Mit respektablen sechs Zählern auf dem Konto scheiterte man punktgleich mit den beiden Teams von der Pferdebachstraße als Drittplatzierter.

Eine klare Angelegenheit war der Kampf um die besten Plätze in Gruppe C. Gleich im ersten Spiel zeigte Westfalenligist TuS Heven dem SV Herbede beim 6:1 die Grenzen auf. Vor allem die Rückkehrer David Nyenhuis (drei Treffer), Edeltechnicker Volkan Kiral und Demir Mustic fügten sich blendend ein - als ob sie nie weg gewesen wären. Nach einem mühsamen 1:0 gegen den FSV Witten ließen die Kicker vom Haldenweg noch ein 5:0 gegen den Hammerthaler SV folgen und machten den Gruppensieg vor Landesligist SV Herbede perfekt. Die Erstvertretung der Schwarz-Weißen fand von Anfang an nicht wirklich ins Turnier und mühte sich sichtlich. „Ich weiß auch nicht, was da los war“, erklärte Co-Trainer Guido Silberbach zwischenzeitlich ein wenig ratlos.

Viel besser als an der Seitenlinie lief’s für den Routinier mit Herbedes „Dritter“ auf dem Parkett. Nachdem man sich spektakulär ins Finale des Reservecups gespielt hatte, schaffte man in Gruppe D nun sogar das, was die meisten Zuschauer dem sympathischen C-Ligisten gegönnt, aber wohl nicht wirklich für möglich gehalten hätten: Den Einzug in die Zwischenrunde. Hinter einem starken SV Bommern belegte man Rang zwei und sorgte am ersten Tag des Turniers nicht nur im schwarz-weißen Fan-Lager für Jubel.