SpVgg. 92/30 streicht die Segel

Witten..  Was sich schon seit geraumer Zeit angedeutet hatte, ist nun amtlich: Die SpVgg. Witten 92/30 hat den Spielbetrieb eingestellt. Damit schrumpft die Fußball-Fachschaft der Ruhrstadt weiter, besteht nunmehr nur noch aus 13 Vereinen.

Zuletzt standen für den Fusionsverein, der sich ehedem aus dem FC Witten 1892 und dem VfB Witten 30 gebildet hatte, noch zwei Mannschaften im Spielbetrieb der Kreisliga C. Die bisher ausgetragenen Partien flogen umgehend allesamt aus der Wertung, teilte der Vorstand des Fußballkreises Bochum mit.

Im Januar hatte die SpVgg. Witten 92/30, die ihre Meisterschafts-Partien auf dem Husemann-Sportplatz austrug, noch die Hallenstadtmeisterschaften ausgerichtet. Vermutlich auch, um das eine oder andere finanzielle Defizit zu decken. Denn nicht nur beim Kreis Bochum waren Rückstände aus dem Spielbetrieb aufgelaufen, zudem war der C-Kreisligist nicht in der Lage, die Energiekosten bei der Stadt Witten zu bezahlen. Auch die geforderte Rücklage für eine Erneuerung des Kunstrasenbelages hatte die Spielvereinigung nicht mehr bilden können.

„Das Aus des Vereins hatte sich schon abgezeichnet“, erklärte auch Fachschafts-Vorsitzender Georg Fehrentz, der zuletzt noch im Gespräch mit dem kommissarischen 92/30-Geschäftsführer Markus Nowak stand. „Neben den finanziellen gab’s dort auch personelle Sorgen“, kann Fehrentz den Schritt der SpVgg. Witten nachvollziehen. In der nächsten Sportausschuss-Sitzung müsse nun geklärt werden, ob z. B. der Portugiesische SV von Herbede zum Husemannplatz umsiedeln könne. „Da sind jetzt einige Fragen zu beantworten“, so Fehrentz.