Schweres Los und leichte Beute

Eduard Warkentin (am Ball) und die SG Ruhrbaskets sind gegen den VfK Boele-Kabel II nur Außenseiter.
Eduard Warkentin (am Ball) und die SG Ruhrbaskets sind gegen den VfK Boele-Kabel II nur Außenseiter.
Foto: WAZ-FotoPool
Was wir bereits wissen
RuBa-Herren gegen Boele-Kabel II nur Außenseiter, während Janßen-Fünf als Favorit ins Heimspiel geht.

Witten..  Gegensätzlichere Vorzeichen vor den Heimspielen der SG Ruhrbaskets gibt’s eigentlich kaum: Das Damenteam um Coach Kristina Janßen geht als klarer Favorit in die Partie gegen den TVE Dortmund-Barop, während die formschwachen RuBa-Korbjäger im Anschluss gegen das Spitzenteam vom VfK Boele-Kabel II ran müssen.

SG Ruhrbaskets/Damen - TVE Do.-Barop (Sa., 18 Uhr, Viehmarkthalle). Viel besser könnte es für die RuBa-Damen derzeit eigentlich gar nicht laufen. Mit zwei Siegen startete das Team von Kristian Janßen ins neue Jahr und befindet sich dementsprechend auf Tuchfühlung zum Spitzenduo Ruhrpott Baskets Herne/BG Hagen II. Gerade einmal zwei Zähler trennen die Ruhrstädterinnen von der Tabellenführung.

Keine Frage, dass man den Aufwärtstrend am Samstag gegen Kellerkind TVE Dortmund-Barop fortsetzen will. „Wir sind gut vorbereitet“, hat Coach Janßen nur den Heimerfolg vor Augen. Zumal man mit den Dortmunderinnen noch eine kleine Rechnung offen hat. Trotz deutlichem 53:35-Hinspielsieg gefiel dem Trainer die Leistung der Seinen damals nämlich ganz und gar nicht. „Ich erwarte, dass das diesmal eine deutlichere Angelegenheit wird“, appelliert er vor allem an die Einstellung seiner Damen und mahnt davor, ob der vermeintlich klaren Kräfteverhältnisse allzu lässig in die Partie zu gehen.

Personell wird der RuBa-Trainer diesmal definitiv auf Neele Bock verzichten müssen. Auch Steffi Hölters und Jessica Knappmann werden nicht auflaufen. Center-Spielerin Anna Kampschulte, die gegen Werne mit 20 Punkten glänzte, wird ebenso wie Anna Dißmann (sechs Zähler gegen Werne) aus privaten Gründen nur in Halbzeit eins mitwirken können. Es wird also wichtig sein, dass die Wittenerinnen von Beginn an auf der Höhe sind. „Wir sind gute genug besetzt, um dieses Heimspiel zu gewinnen“, ist sich Janßen aber ohnehin sicher.

SG Ruhrbaskets/Herren - SG VfK Boele-Kabel II (Sa., 20 Uhr, Viehmarkthalle). Im Gegensatz zu den Damen, geht das Team von Trainer Dominik Lux im Anschluss als Underdog ins Spiel. „Das wird ‘ne ganz schwere Hausnummer“, macht der Coach keinen Hehl aus den Kräfteverhältnissen. Zu Jahresbeginn noch den Blick nach oben gerichtet, musste man nach zwei Pleiten in Serie einsehen, dass man in der Landesliga im Mittelmaß angekommen ist und mit dem Aufstieg nichts mehr zu tun haben wird.

Sechs Zähler beträgt inzwischen der Rückstand auf Spitzenreiter NOMA Iserlohn II, vier auf Boele-Kabel. Die Chancen sind nicht allzu gut, dass dies nach der Heimpartie am Samstagabend anders aussieht. Die VfK ist mit etlichen erfahrenen und schon höherklassig spielenden Akteuren gespickt. „Ich hoffe, dass sie nicht komplett antreten“, meint Lux, der seinerseits mit einem vollen Kader planen kann und daher hofft, sich trotz Außenseiterchancen wenigstens achtbar aus der Affäre ziehen zu können.