Schnee patzt beim CF Kurdistan

Hevens Michael Köhler (re.) blieb diesmal ohne Torerfolg, dafür gewann seine Mannschaft aber mit 2:1 in Kaltehardt.
Hevens Michael Köhler (re.) blieb diesmal ohne Torerfolg, dafür gewann seine Mannschaft aber mit 2:1 in Kaltehardt.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Schwache Vorstellung der Sportfreunde beim 1:4 in Bochum. TuS Heven III gewinnt 2:1 gegen Kaltehardter Reserve.

Witten..  Ihre erste Niederlage im Jahr 2015 erlaubten sich die SF Schnee ausgerechnet beim CF Kurdistan Bochum, der damit wieder punktgleich mit dem Tabellenführer ist. Bei der verdienten 1:4 (0:2)-Niederlage lief laut Trainer Boris Decker „einfach alles falsch“.

Den einzigen Wittener Sieg landete der TuS Heven III. Die Elf um Coach Frank Röber schlug die Reserve des TuS Kaltehardt trotz großer Personalsorgen mit 2:1 (0:0). Ein Debakel erlebte indes der Portugiesische SV, der in Langendreerholz mit 1:9 (1:3) unterlag. Und auch der FSV Witten kehrte mit einer Niederlage aus Bochum zurück, verlor nach einigen kuriosen Pfiffen mit 1:2 (1:2) bei Schlusslicht TuS Querenburg II.

Zwei Partien fanden unterdessen gar nicht erst statt. Die Drittvertretung des BV Langendreer 07 konnte bei den SF Durchholz nicht antreten. Und auch die Begegnung zwischen Sevinghausen und TuRa Rüdinghausen II wurde abgesagt.


Die Spiele im Überblick:


TuS Kaltehardt II - TuS Heven III 1:2 (0:0)
Tore:
0:1, 0:2 André Guca (48., 62.), 1:2 (83.).

Obwohl Heven-Trainer Frank Röber auch in Kaltehardt auf viele Stammspieler verzichten musste, zeigte seine Mannschaft eine engagierte Leistung - und wurde mit einem knappen 2:1-Erfolg belohnt. André Guca erzielte beide Treffer, während die Bochumer Gastgeber erst in der 83. Minute zum Anschluss kamen. „Wir waren heute endlich einmal hochkonzentriert“, lobte Röber.

TuS Querenburg II - FSV Witten 2:1 (2:1)
Tore:
1:0 (1., FE), 1:1 David Daui (13.), 2:1 (23.).

Der FSV erlebte beim Tabellenletzten eine äußerst kuriose Partie. „Der Schiedsrichter hat wirklich alles abgepfiffen und dauernd Gelbe Karten gezeigt. So etwas habe ich noch nie erlebt“, berichtete Übungsleiter Frank Colapietro. Nach einer Minute lagen die Wittener schon zurück, weil der Schiedsrichter „auf den Punkt“ gezeigt hatte. David Daui glich in der 13. Minute dann zwar zum 1:1 aus, doch Querenburg antwortete mit dem 2:1. Im zweiten Abschnitt sahen dann Burak Uzunkaya (60.) und David Daui (66.) jeweils die Gelb-Rote Karte wegen Reklamierens, wonach Ersatzkeeper Matthias Kluczny auf der Auswechselbank sogar glatt „Rot“ (69.) gezeigt wurde. In Unterzahl machte der FSV dennoch viel Druck, das 2:2 fiel trotz einer Gelb-Roten Karte gegen einen Querenburger Spieler aber nicht mehr. „Das ist extrem unglücklich für uns, besonders wegen der gesperrten Spieler“, haderte Colapietro.

CF Kurdistan Bochum - SF Schnee 4:1 (2:0)
Tore:
1:0 (25.), 2:0 (41.), 3:0 (61.), 3:1 Celal Yigit Bozdurgut (83., HE), 4:1 (90.).

„Wir haben uns heute einfach eine Auszeit genommen“, resümierte Schnees Trainer Boris Decker. Beim CF Kurdistan Bochum vergab Celal Yigit Bozdurgut zu Beginn eine Riesenmöglich, doch anschließend lief beim Wittener Tabellenprimus gar nichts mehr zusammen. „Das war katastrophal, wir hatten überhaupt keinen Spielfluss“, ärgerte sich Decker. Folgerichtig lag man nach 60 Minuten mit 0:3 zurück, ehe Bozdurgut per Elfmeter immerhin auf 1:3 verkürzte. Den Gastgebern gelang kurz vor Schluss allerdings auch noch das 4:1. „Man muss bedenken, dass das unsere erste Niederlage im Jahr 2015 war“, erinnerte Decker. „Trotzdem darfst du dieses Spiel nicht auf diese Art verlieren.“

VfB Langendreerholz - Portugiesischer SV 9:1 (3:1)
Tore:
0:1 Vladimir Vasic (11.), 1:1 (16.), 2:1 (25.), 3:1 (43.), 4:1 (49.), 5:1 (66.), 6:1 (83.), 7:1 (84.), 8:1 (88.), 9:1 (90.+1).

Der PSV war vor dem Auswärtsspiel in Langendreerholz einmal mehr von Personalsorgen gebeutelt, musste später sogar seinen Ersatztorhüter aufs Feld schicken. Vladimir Vasic brachte die Wittener nach 10 Minuten in Führung, doch in der Folge lief die Partie nur noch in eine Richtung. Zur Pause lag man bereits mit 1:3 zurück und am Ende hieß es 1:9. „Wir müssen jetzt wirklich aufpassen, nicht noch da unten reinzurutschen“, mahnte Alex Vicente, der Sportliche Leiter der „Portugiesen“.