Schlüsselspiel am Ochsenkamp

Für Holger Schumacher (li.) und den SV Bommern geht’s am Sonntag in Gevelsberg zur Sache.
Für Holger Schumacher (li.) und den SV Bommern geht’s am Sonntag in Gevelsberg zur Sache.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
SV Bommern gegen punktgleichen FSV Gevelsberg unter Zugzwang.

Bommern..  Es sieht nicht sonderlich gut aus für Wittens Bezirksligisten. Neben Annen und Stockum steckt auch der SV Bommern im Abstiegskampf. Immerhin, noch steht das Team von Trainer Semin Salkanovic im Gegensatz zu den Lokalrivalen knapp über dem Strich. Mit einem Sieg beim punktgleichen FSV Gevelsberg (Sonntag, 15 Uhr, Ochsenkamp) will man dafür sorgen, dass das auch so bleibt.

Das Aufeinandertreffen im Stadion Stefansbachtal darf man getrost als Schlüsselspiel bezeichnen. Der Gewinner würde seinen Vorsprung auf die Abstiegsränge auf mindestens drei Zähler ausbauen, während man auf der Verliererseite den Blick weiter nach unten richten müsste. „Wir müssen dort einfach etwas mitnehmen“, ist sich auch SVB-Coach Semin Salkanovic der enormen Bedeutung dieser Partie bewusst.

Entsprechend konzentriert hat man sich am Goltenbusch vorbereitet und unter der Woche das Testspiel gegen den Portugiesischen SV (B-Liga) unverhofft dazu genutzt, um die Automatismen zu verfeinern. „Eigentlich wollten wir A-Jugendliche und Spieler mit Nachholbedarf einsetzen, doch die Abitur-Prüfungen haben und einen Strich durch die Rechnung gemacht“, erklärt Salkanovic, dass man stattdessen die Bezirksliga-Truppe aufs Grün schickte. „Im Endeffekt war das gar nicht so verkehrt“, sagt der Coach. Denn beim 11:0 (2:0) hat man sich gerade im zweiten Durchgang auf das Gevelsberg-Spiel eingeschossen und sich die nötige Passsicherheit geholt. „Da hat es zuletzt ja ein wenig dran gehapert“, meint Salkanovic.

Nichtsdestotrotz wird man am Sonntag noch einmal eine gehörige Schippe ‘drauflegen müssen, um den so wichtigen Dreier einzufahren. Der FSV besitzt zwar den harmlosesten Angriff der Liga (nur 25 geschossene Tore), zählt mit nur 35 Gegentreffern aber auch zu den defensiv stabileren Mannschaften, was für ein Team im Abstiegskampf sicherlich ungewöhnlich ist. Gerade auf dem heimischen Naturrasen machen es die Gevelsberger ihren Gegnern häufig schwer. „An den Untergrund werden wir uns erst einmal gewöhnen müssen“, erklärt Salkanovic, dass man das Kellerduell wohl zunächst ein wenig defensiver angehen wird. „Wenn wir Schwächen erkennen, gehen wir allerdings vorne ‘drauf“, ergänzt er aber schnell.

Das der SVB ein gutes Pressing spielen kann, stellte man gegen die SpVg. Hagen unter Beweis. Schafft es die Salkanovic-Elf, an diese Leistung anzuknüpfen, sieht’s gut aus für Sonntag. „Wir wissen, wie wichtig dieses Spiel ist“, sagt der Trainer, der vielleicht auf Timo Karczewski und Patrick Bräuer (Magen-Darm) verzichten muss.