Ruth mit Medaillenchance

Der Wittener Sprinter Maximilian Ruth hat bei der Deutschen Hallenmeisterschaft in Karlsruhe mit der Wattenscheider Staffel gute Medaillenchancen.
Der Wittener Sprinter Maximilian Ruth hat bei der Deutschen Hallenmeisterschaft in Karlsruhe mit der Wattenscheider Staffel gute Medaillenchancen.
Foto: Wolfgang Birkenstock
Was wir bereits wissen
Maximilian Ruth startet bei der Hallen-DM in Karlsruhe über 60 Meter, 200 Meter und mit der Staffel vom TV Wattenscheid 01. In der Staffel ist eine Medaille drin.

Witten..  Die Deutsche Hallenmeisterschaft an diesem Wochenende in Karlsruhe ist für die Leichtathleten das erste Highlight des neuen Jahres. Mit dabei sein wird Maximilian Ruth (20). Der Wittener in Diensten des TV Wattenscheid 01 startet über 60 und 200 Meter. WAZ-Mitarbeiter Marcel Kling sprach mit Ruth über seine Chancen sowie die Ziele im weiteren Saisonverlauf.

Der DM in Karlsruhe sind bereits einige Veranstaltungen in der Halle vorausgegangen. Wie verlief Ihr Start ins Jahr 2015?

Ruth: Ich bin gut ‘reingekommen, über die 60 Meter oft und konstant unter 6,80 Sekunden gelaufen. Das Ziel muss allerdings eine tiefe 6,70 sein, was mir bisher noch nicht gelungen ist. Das ist aber nur eine Frage der Zeit. In Dortmund bin ich Anfang Februar über 60 Meter in 6,77 Sekunden meine persönliche Bestzeit gelaufen.

Was ist in Karlsruhe möglich?

Es sieht so aus, dass wir mit der zweiten Wattenscheider Staffel Zweiter über 4x200 Meter werden können. Wir haben ein tolles Team, sind alle U 23-Läufer. Zudem ist Berlin als Vorjahreszweiter nicht dabei. Platz eins ist an Team eins von unserem TV 01 vergeben, es sei denn, die machen irgendeinen Fehler.

Ihre erste Medaille bei einer Senioren-DM wäre sicherlich etwas Besonderes.

Ja, schon. Aber eine Medaille im Einzelwettbewerb ist natürlich immer etwas höher zu werten.

Was ist in den Einzeldisziplinen denn für Sie drin?

Die Leistungsdichte ist in diesem Jahr extrem hoch. Über 60 Meter liegen die Läufer auf den Plätzen vier bis 14 alle zwischen 6,70 und 6,80 Sekunden. Da kommt es auf jede Hundertstelsekunde an.

Klingt nach einem spannenden Rennen.

Im 60-Meter-Lauf gewinnt am Ende der Läufer, der die besten Nerven hat. Wenn du als Fußballer den Ball verlierst, dann kannst du ihn dir wieder holen. Bei diesem Lauf bedeutet dagegen der kleinste Fehler das Aus. Ich hoffe, ich erreiche eine neue persönliche Bestleistung und schaffe es in beiden Läufen ins Finale. Über 200 Meter sind die Chancen etwas größer, weil es zwei Finalläufe und somit insgesamt zwölf Finalteilnehmer geben wird. Über 60 Meter sind nur acht Athleten dabei.

Wenn es so eng zugeht beim Sprint, macht es dann nicht Sinn, beim Start ein bisschen Risiko einzugehen?

Bei der Jugend-DM letzte Woche habe ich im Finale zwei Fehlstarts gesehen. Das ist schon eine Menge, denn die Athleten werden dann gleich disqualifiziert. Grundsätzlich kann man schon mal spekulieren beim Start. Bei der DM ist das aber schwierig, weil der Druck auf den Startblöcken elektronisch gemessen wird.

Welche Rolle spielt die Hallen-DM zu Beginn dieser Saison?

Man kann da auf jeden Fall Selbstvertrauen mitnehmen und hätte bei einer neuen Bestzeit das Gefühl, dass man im Training viel richtig macht. Das lässt weitere Rückschlüsse auf die Saison zu.

Was sind da Ihre Ziele?

Ich will mich für einen Einzelstart bei der U 23-EM in Tallin im Sommer qualifizieren. Da liegt nach Karlsruhe der Fokus drauf.