Resignation am Haldenweg

Maik Knapp und der TuS Heven stehen bei Westfalia Wickede vor einer schweren Aufgabe.
Maik Knapp und der TuS Heven stehen bei Westfalia Wickede vor einer schweren Aufgabe.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der TuS Heven braucht bei Westfalia Wickede einen Sieg, glaubt da aber selbst nicht dran. Die Dortmunder kämpfen noch um den Oberliga-Aufstieg.

Witten..  Rein rechnerisch ist der Klassenerhalt in der Westfalenliga für den TuS Heven 09 zwar noch drin. Die Hoffnung haben sie am Haldenweg dennoch spätestens seit der 1:6-Niederlage gegen den FC Brünninghausen am Pfingstmontag aufgegeben. Das liegt auch am kommenden Gegner: Beim Tabellenzweiten Westfalia Wickede trauen sich die Hevener offenbar den nötigen Sieg nicht zu.

Sieben Punkte und 31 Tore liegt der TuS Heven drei Spieltage vor Schluss hinter dem auf dem ersten Nichtabstiegsplatz liegenden Kirchhörder SC zurück. Der wiederum trifft am Sonntag auf den punktgleichen SV Horst-Emscher. Im Klartext bedeutet das: Selbst bei einem Remis in Wickede sind die Wittener abgestiegen. „Wenn man realistisch ist, dann ist das Thema durch“, sagt Hevens scheidender Trainer Mark Heinrich. Bei einem Sieg aber dürfte der TuS durchaus noch hoffen. Denn immerhin empfängt man nächste Woche Kirchhörde zum direkten Duell, ehe es am letzten Spieltag zum Schlusslicht SuS Langscheid/Enghausen geht.

Der Mannschaft vom Haldenweg fehlt es jedoch scheinbar nicht nur an Qualität, sondern auch an Feuer. Angesichts dieses Restprogramms wäre es eigentlich zu erwarten, dass die Hevener noch einmal mobil machen und mit dem Mute der Verzweiflung nach dem allerletzten Strohhalm greifen. Stattdessen: Resignation. Auf Kampfansagen aus Heven in Richtung Wickede wartet man dieser Tage vergebens.

Die Westfalia darf sich somit berechtigte Hoffnungen machen, am Sonntag nicht nur etwas für das Punktekonto, sondern auch für das Torverhältnis tun zu können. Dieses spielt im Zweikampf an der Spitze noch eine große Rolle. Die Dortmunder sind punktgleich mit Spitzenreiter TSV Marl-Hüls, haben aber die um elf Treffer schlechtere Tordifferenz.

Unter dem Eindruck des Hinspiels, als die Wittener auf dem heimischen Kunstrasen mit 1:8 unterlagen, muss man aus Hevener Sicht für das Rückspiel das Schlimmste befürchten. Denn Wickede hat seine Form seither bestätigt und darf völlig zurecht auf den Oberliga-Aufstieg hoffen. Westfalia-Trainer Marko Schott hat dort über längere Zeit hinweg eine spielstarke Mannschaft geformt, zu der auch die in Witten bestens bekannten Offensivakteure Markus Scherff und Roman Schymanietz gehören.

„Gerade nach der Pleite gegen Brünninghausen erwarte ich, dass von den Spielern eine Reaktion kommt“, sagt Mark Heinrich. „Ich appelliere da auch an den Charakter der Jungs. Ich will nicht, dass wir uns da abschlachten lassen.“ Bleibt nur zu hoffen, dass sein Appell Gehör findet.