Rennabbruch nach Regengüssen
30.08.2010 | 18:04 Uhr 2010-08-30T18:04:00+0200
Witten.„Land unter in Heven“ war das unfreiwillige Motto des 33. Rundstreckenrennens am vergangenen Samstag. In dem Radrennen, das der RV Witten einmal jährlich ausrichtet, ging es unter anderem um das „Blaue Band“ für die männlichen U19 Fahrer und um den Ostermann-Cup im Elite-Rennen der A-,B- und C-Klasse.
Der Startschuss fiel um 14 Uhr für die U 13-Junioren, bei denen der RV mit Luca Felix Happke, Jenny Heeger und Yannik Leidolf gleich dreimal vertreten war. Luca Felix Happke verpasste nur um Millimeter den Sieg und musste sich am Ende nur Robert Deike (RV Edelweiss Mettmann) geschlagen geben. Beide kamen zeitgleich nach 27:48 Minuten ins Ziel. Jenny Heeger folgte nach 29:07 Minuten auf Rang sechs. Yannik Leidolf (31:11 Minuten) belegte trotz einer Erkältung den neunten Platz.
Erfolgreicher lief es bei den U15 Junioren. Hier gewann Lisa Karolin vom PV Triathlon in einem spannenden Schluss-Spurt vor Dennis Lüttig vom RV Witten. Beide erreichten unter dem Beifall der Zuschauer nach 48:18Minuten das Ziel. „Da war es auch noch trocken“, kommentierte RV-Pressewart Uwe Herker mit einem Blick zum Himmel später das Wetter.
Kurz nach dem Start der U 17 fing es dann auch in strömen an zu regnen. Da für das leibliche Wohl bestens vorgesorgt wurde, suchten die Zuschauer Unterschlupf am Bierwagen oder trockneten sich bei Kaffee und Kuchen.
Julian Berner beendete das Rennen (58:4 Minuten) als Zwölfter. „Ich hatte zwei Wochen Trainingspause, dafür war es ganz gut“, war er trotz des letzten Platzes nicht unzufrieden mit seiner Zeit. Sieger des Rennens wurden Nils Politt (RV Komet-Delia 09 Köln) und Simon Schultheis (Cycling Team Bochum) nach 57:20Minuten.
Nachdem zunächst nur Simon Schultheis als Sieger ausgerufen wurde, studierte die Jury auf Wunsch noch einmal lange die Zielfotos. Doch auch nach wiederholtem Hinschauen ließ sich kein eindeutiger Sieger ermitteln und so wurden kurzerhand beide aufs Siegertreppchen gebeten.
Eine kurze „Regenpause“ gab es dann zu Beginn des Rennens der männlichen U 19. Bei guter Stimmung feuerten danach Cheerleader und Zuschauer die vorbeiziehenden Fahrer an, besonders natürlich Tim Herker. Er war in diesem Rennen der einzige RV-Starter, Tobias Gola und Johannes Herker mussten ihren Start wegen Krankheit absagen.
Tim Herker beendete das Rennen nach 1.35:33 h als Zwölfter. „Am Anfang war ich gut dabei, dann wollte ich weiter angreifen, aber es ging einfach nicht“. Das „Blaue Band“ des Rennens ging an den Niederländer Joey van Rhee. Er kam nach 1.17:28 h ins Ziel- 12:58 vor dem Zweiten Andre Krüger (VFR Büttgen).
Im Anschluss fand das Benefiz-Rennen „Witten fährt für Wittener“ statt, bei dem jeder mitmachen durfte, der ein Zweirad vorweisen konnte. Von einer Frau mit Brotkasten auf dem Gepäckträger bis zum „Opa-Tandem-Team“, waren viele kreative Fahrer vertreten. Begleitet wurden sie von Oldtimern als Strecken-Fahrzeugen.
Um 18 Uhr wurde es dann Zeit für das Elite-Rennen der Männer. Allerdings fiel wenige Minuten nach dem Startschuss auch der Regen wieder in strömen. Das führte dazu das über die Hälfte der Radfahrer fast zeitgleich das Rennen abbrechen musste. „Das hat das Feld ziemlich auseinander gerissen“, sagte RV Teilnehmer Dirk Oesterwind, der das Rennen ebenso wie Sören Smietana abbrechen musste. „Die Strecke war einfach zu glatt“, so Smietana frustriert. Lediglich 20 Teilnehmer beendeten ihre Runden.
Schnellster war Adrian Hanse (Drössinger PZ Racing Team Hürtgenwald, 1,35:24 h), der sich im Finish gegen Alexander Gajewiak (1,35:24 h) durchsetzte. „Zum Glück gab es keine Verletzten“, war der zweite Vorsitzende Wolfgang Noll am Ende des Tages erleichtert.
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