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RCW startet in der zweiten Liga

14.04.2010 | 22:09 Uhr
RCW startet in der zweiten Liga

Witten.Im zweiten Jahr nach der Gründung der Ruder-Bundesliga will auch der RC Witten ins Geschehen eingreifen. Neben dem 19 Mann starken Kader von Trainer Henning Sandmann gehören auch zwei Damen zum Zweitliga-Team, die Steuerfrauen Janina Schulz und Fabienne Andree. „Die Frauen sind meist leichter und somit ideal als Steuerfrau“, sagt Teammitglied Mirco Rolf . „Aber sie müssen uns auch im Griff haben.“

Das scheint kein Problem zu sein. Alle Augen richten sich auf Janina Schulz, als der Achter zu Wasser gelassen wird. Alles hört auf ihr Kommando. Wie der Name schon sagt, können immer nur acht Ruderer für den RC starten, zwölf Mann werden pro Rennen vom Trainer nominiert. Einen großen Konkurrenzkampf gibt es untereinander aber nicht. „Viele von uns sind beruflich oder durch ein Studium eingebunden, also kommen alle mal zum Zug“, so Mirco Rolf. Motiviert sind sie aber alle. Vom direkten Aufstieg will zwar keiner sprechen, aber langfristig möchten alle in der ersten Bundesliga starten.

Die Voraussetzungen sind auf jeden Fall nicht die Schlechtesten. So sitzen mit Maik Swienty und Jan Landgraf zwei ehemalige WM-Teilnehmer im Boot. Auch Jonas Moll, Stefan Jagusch, Dominik Kaczmarek, Simon Faissner, Mirco Rolf und Marcel van Delden bringen als ehemalige Deutsche Meister viel Erfahrung mit. Bereits vor dem Saisonauftakt hat der RCW seinen Kader zudem durch den Duisburger Achterspezialisten Thorsten Fingerle verstärkt.

Aber auch die Konkurrenz fährt in ähnlich starken Konstellationen. Die meisten der 17 Zweitliga-Teams der Herren kommen aus Nordrhein-Westfalen. Dortmund, Münster, Krefeld und Köln schätzt Trainer Henning Sandmann dabei als Titelaspiranten ein. Einige der Bundesligateams haben dabei ein klaren Vorteil gegenüber dem RCW: Sie sind traditionell im Riemenrudern zu Hause, im Gegensatz zu den Wittenern, die sonst hauptsächlich mit Skulls ihre Boote antreiben. Beim Riemenrudern hat jeder Akteur jeweils nur ein Ruder, beim Skullfahren sind es zwei. „Wir sind aber inzwischen auch gut in der Übung“, sagt Sandmann, der mit den Testzeiten und dem Trainingsstand seiner Mannschaft schon sehr zufrieden ist. Auch die Tiefe des Kaders, mit den vielen erfahrenen Ruderern, stimmt ihn optimistisch. Aber auch er geht mit dem Gedanken vom Aufstieg vorsichtig um. „Teams wie Münster, Krefeld und Dortmund müssen erst einmal geschlagen werden“, ist er sich der großen Konkurrenz bewusst. Den Sprung in die erste Liga schaffen am Ende der Saison die drei erstplatzierten Teams.

Saisonauftakt ist am 15. Mai in Frankfurt. Die Regatten finden jeweils an einem Samstag statt. Morgens wird ein Zeitrennen gefahren. Anschließend wird eine Rangliste gebildet. Danach fahren immer zwei Boote gegeneinander. In der ersten Runde ist es der Erste gegen den Letzten, der Zweite gegen den Vorletzten usw. In Runde zwei treten je zwei Sieger und zwei Verlierer gegeneinander an. Jeder Platz wird ausgefahren und bekommt am Ende Punkte.

Melanie Schreiber

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