Punktsieg für die erste Liga

Eine gute Entscheidung, die der Deutsche Ringer-Bund da getroffen hat - und vor allem eine, sich unter Beweis stellt, dass dem seit einigen Jahren aufgrund ausbleibender internationaler Erfolge nicht auf Rosen gebetteten Spitzenverband seine Eliteklasse nicht völlig egal ist.


Keine Frage: Der Kompromiss, den der DRB-Vorstand mit den Spitzenvereinen ausgehandelt ist, darf vor allem als klarer Punktsieg für die erste Liga angesehen werden. Kaum auszudenken, der Verband wäre hart geblieben, hätte die Top-Clubs in die sportliche Bedeutungslosigkeit verbannt - und das, wo aktuell gerade erst der Mannschaftsmeister 2014/15 zwischen Nendingen und Weingarten ermittelt wird. Vor 2500 Zuschauern im ersten Duell - auch die Fans selbst gaben dadurch ein klares Bekenntnis zur Bundesliga ab.


Dem siebenmaligen Bundesliga-Champion KSV Witten 07 ist es ganz recht, weiterhin der nationalen Zweitklassigkeit anzugehören. Erst in ein, zwei Jahren peilt der Traditionsverein die Rückkehr ins Oberhaus an. Mit der klaren Stellungnahme zur aktuellen Diskussion hat der KSV-Vorstand zudem in Ringer-Deutschland sicherlich viele Freunde hinzugewonnen.