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Triathlon - WM-Serie

Prochnow schafft Top-Ten-Platz

31.05.2009 | 18:39 Uhr
Prochnow schafft Top-Ten-Platz

"asics Team"-Starter in Madrid als Achter zweitbester Deutscher. James Seear überzeugt mit Rang elf, Sebastian Rank wird 26.

Zufriedenheit und Enttäuschung hielten sich beim Auftritt der Triathleten des „asics Team” Witten beim zweiten Rennen der ITU-Weltmeisterschaftsserie in Madrid in etwa die Waage. Während Kris Gemmell den Wettkampf nicht beenden konnte und Sebastian Rank seine Ziele als 26. verfehlte, fuhren Javier Gomez als Dritter, Christian Prochnow als Achter und James Seear als Elfter mit guten Ergebnissen in die Heimat zurück.

Überlegener Sieger war der ebenso beim „asics Team” auf der Bundesliga-Liste stehende Brite Alistair Brownlee, der fast eine Minute zwischen sich und die Konkurrenz bringen konnte. Dritter auf dem Podium war der Australier Courtney Atkinson.

Auf Platz 26: Sebastian Rank.

Gleich vorne dabei nach dem Schwimmen war Christian Prochnow, der in einem Führungs-Sextett, dem auch Javier Gomez aus Spanien und der Ex-Wittener Maik Petzold angehörten, zum ersten Wechsel kam. Etwas Rückstand hatten aus dem Wasser heraus James Seear, Kris Gemmell und Sebastian Rank.

Auf dem Rad bildete sich schnell eine zwölfköpfige Führungsgruppe, zu der auch Gemmell und Seear dank eines sehr guten Wechsels aufschließen konnten. Diese Gruppe schien gewillt, sich von den Favoriten in der Verfolgung um Jan Frodeno und Brad Kahlefeldt (Australien) abzusetzen, und wechselte sich in der Führung dementsprechend ab. Insbesondere Gomez wollte sich ein Polster für den abschließenden Lauf verschaffen, da der Lokalmatador wegen einer Sprunggelenksverletzung diese Disziplin weniger trainieren konnte. Immer wieder trug auch „Paule” Prochnow seinen Teil zur Führungsarbeit bei, während sich Seear etwas in der Gruppe versteckte. Daher war das Tempo von Beginn an so hoch, dass sich in Kürze eine Differenz von mehr als anderthalb Minuten zu den nächsten Verfolgern bildete. Diese blieb in den letzten Runden relativ konstant, so dass die ersten Elf mit dem „asics Team”-Trio Prochnow, Gomez und Seear am Ende 1:27 Minuten mit auf die Laufstrecke nahmen.

Mit einem Rückstand von 1:31 Minuten ging Sebastian Rank kurz hinter Frodeno und Kahlefeldt auf die vier Laufrunden in der spanischen Hauptstadt. Kris Gemmell hatte sich leider schon früh aus der Radspitze verabschieden und nach drei Runden aus dem Rennen ausscheiden müssen.

Konnte nicht in den Kampf um den Sieg eingreifen: Olympiasieger Jan Frodeno.

Auf der Laufstrecke entschloss sich der Brite Alistair Brownlee erfolgreich zur Flucht nach vorn. Dahinter riss das Feld schnell auseinander. Es zeigte sich, dass Seear richtig taktiert hatte, denn er konnte zunächst zusammen mit Gomez das hohe Tempo der Konkurrenten mitgehen. Prochnow musste dagegen schon in Runde eins ein wenig reißen lassen. Dasselbe Schicksal ereilte in der nächsten Runde aber auch Seear, so dass nur noch Gomez, Atkinson und Petzold dem Briten annähernd auf den Fersen bleiben konnten.

Am Ende kämpften beide Wittener Bundesliga-Starter um eine „Top Ten”-Platzierung, wobei Prochnow nach 1:53,17 Stunden gegenüber der nahenden Gruppe um Frodeno und Kahlefeldt in der Schlussrunde die Oberhand behielt, wogegen Seear (1:53,20 std.) noch eingeholt wurde, aber dennoch als Elfter einen guten Wettkampf absolviert hat.

Oliver Schinkewitz

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