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Plötzlich wieder Erstligist

22.01.2015 | 18:48 Uhr
Plötzlich wieder Erstligist
Aufstieg durch die Hintertür: KSV-Ringer Nico Brunner (li.) und sein Team werden in der kommenden Saison wohl wieder erstklassig sein.Foto: Barbara Zabka

Witten.   Der KSV Witten 07 ist nach heutigem Stand künftig wieder Ringer-Bundesligist, weil der DRB die Forderungen der Top-Clubs nicht akzeptiert und sie hinabstuft.

Post vom Deutschen Ringer-Bund (DRB) gab’s am Dienstag für den KSV Witten 07. Darin wurde den Vereinsverantwortlichen mitgeteilt, dass man sich ab sofort quasi wieder als Bundesligist fühlen darf. Der KSV würde damit vom Streit der etablierten Erstliga-Clubs mit dem DRB profitieren.

Zum Hintergrund: Vor Wochenfrist etwa hatten die Bundesliga-Vereine - mit Ausnahme des ASV Mainz 88 - nur unter Vorbehalt ihre Teams für die kommende Saison gemeldet, da sie u. a. in Sachen Ligastruktur ein vermehrtes Mitspracherecht einforderten. Dem Forderungs-Katalog der Clubs wollte der DRB nicht nachkommen und wertete die vorbehaltliche Meldung der Mannschaften formell als nicht erfolgte Meldung. Die Konsequenz: Da auch in der Saison 2015/16 wieder ein Bundesliga-Betrieb stattfinden soll, wurden alle Zweitliga-Vereine automatisch hochgestuft - darunter natürlich auch der KSV Witten 07, der sich mit dieser völlig neue Situation nun erstmal auseinandersetzen musste.

„Wir haben das jetzt erstmal so hingenommen“, so der Vorsitzende Thomas Altstadt. Am kommenden Sonntag wollen sich die NRW-Clubs in Aachen am Rande eines Turniers zusammensetzen und das weitere Vorgehen besprechen. „Unterschreiben wir jetzt die Lizenz-Unterlagen, fielen wir den 13 Vereinen in den Rücken“, so Altstadt. „Sportlich sinnvoll kann das alles nicht sein“, gibt er zu bedenken, denn die aktuellen Top-Clubs würden allesamt zurückgestuft in ihre Landesverbände - und das beträfe natürlich auch die besten Ringer des DRB, darunter fast der komplette Nationalkader.

„Das ist schon eine ziemlich skurrile Situation“, so Altstadt. Geplant sei laut der aktuellen Einteilung eine dreigeteilte Bundesliga mit je zehn Mannschaften - eine zweite Liga solle es in der Kampfzeit 2015 nicht geben. „Es muss doch irgendwie möglich sein, demnächst alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen, um eine vernünftige Lösung zu finden. Schließlich sind ja alle Zweitligisten ungefragt hochgestuft worden. Was passiert, wenn wir die Lizenzen für die erste Liga jetzt nicht unterschreiben?“ Es gebe viele Dinge, die bei der anstehenden Bundesliga-Tagung im Februar geklärt werden müssten. „Unsere Verhandlungen mit den Ringern haben wir jetzt erst einmal ausgesetzt - schließlich müssen wir erst wissen, wie es weitergeht.“

Der Deutsche Ringer-Bund jedenfalls rückt nicht von seinem Standpunkt ab. „Wir können und werden uns aufgrund unserer Verantwortung für die gesamte Sportstruktur, insbesondere die Nachwuchsentwicklung zu keiner Zustimmung zu Statutenänderungen nötigen lassen“, so DRB-Vorsitzender Manfred Werner.

Oliver Schinkewitz

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2015-01-22 18:48
Witten