Personalsorgen bei der SUA vor dem NRW-Duell

SUA-Coach Stefan Oldenburg (grün) plagen vor dem Kampf in Leverkusen Personalsorgen.
SUA-Coach Stefan Oldenburg (grün) plagen vor dem Kampf in Leverkusen Personalsorgen.
Foto: FUNKE Foto Services

Witten..  Auf dem Papier, das bestätigt auch Stefan Oldenburg, ist der Kampf beim Schlusslicht Bayer 04 Leverkusen eine Pflichtaufgabe. Doch Oldenburg und seinem Trainerkollegen Marcel Haupt treibt es vor dem vierten Kampftag in der Judo-Bundesliga am Samstag (16 Uhr) die Sorgenfalten auf die Stirn. Der Grund: Zahlreiche Kämpfer, vor allem die ausländischen, sind parallel anderweitig im Einsatz.

„Wir gehen schon als Favorit in die Begegnung“, meint Oldenburg. „Aber die Voraussetzungen sind für einen Bundesliga-Kampf nicht die besten.“ Einige etablierte Kämpfer weilen momentan in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. Dort findet im Rahmen der Europaspiele die Judo-Europameistschaft statt. Mit dabei sind unter anderem Dirk van Tichelt und Jeroen Mooren. Beide stehen somit für den wichtigen Kampf in Leverkusen nicht zur Verfügung.

Ebenfalls in Konkurrenz zur Bundesliga finden die Holländischen Mannschaftsmeisterschaften statt. Dort gehen unter anderem Ferdinand Ansah und Max de Vreeze auf die Matte. Dafür wird Jordy Bakkes am Rhein erstmals in dieser Saison für die SUA antreten. Ihn konnten die Annener ebenso wie Marvin de la Croes für das kommende NRW-Duell loseisen. „Jordy hat zwar in dieser Saison noch nicht für uns gekämpft. Er ist aber sehr zuverlässig“, freut sich Oldenburg, dass der Niederländer dabei ist. Gleiches gilt für Marvin de la Croes, der zuletzt in Potsdam zwei Siege einfuhr: „Er hat dort einen sehr guten Eindruck hinterlassen.“

Da Moritz Plafky ebenfalls bei den Europaspielen weilt und Nicki Graczyk sowie Lutz Behrla angeschlagen sind – bei ihnen entscheidet sich erst vor Ort, ob sie kämpfen können – wird die Sport-Union wieder zahlreiche Youngster mit nach Leverkusen nehmen. Bei der jüngsten 6:8-Niederlage in Potsdam durften mit Tim Malewany und Thomas Graczyk bereits zwei Kämpfer aus der SUA-Talentschmiede ihr Bundesliga-Debüt feiern. „Der eine oder andere junge Kämpfer wird seine Chance bekommen. Es ist ja oft so, dass man aus der Not heraus ins kalte Wasser geworfen wird“, sagt Oldenburg. „Mal sehen, wie sie sich verkaufen und wer sich für weitere Aufgaben empfehlen kann.“

Mit Bayer Leverkusen wartet das Schlusslicht auf die Wittener. Drei klare Niederlagen setzte es bisher für die Rheinländer, die dabei lediglich sieben Einzelduelle für sich entscheiden konnten. Die meisten Kämpfer aus beiden Lagern kennen sich persönlich, insofern können die Annener ganz gut einschätzen, was sie erwartet. Mit Dennis Gutsche (90 kg) und Jean-Yves Bottieau (73 kg) hat auch Bayer durchaus schlagkräftige Akteure aufzubieten.

Für den Tabellendritten SU Annen geht es in Leverkusen darum, den Platz unter den ersten vier zu festigen. Zumal am letzten Kampftag gegen den Hamburger JT am nächsten Samstag nicht unbedingt mit etwas Zählbarem zu rechnen ist. „Wir wissen nicht, ob Leverkusen vielleicht schon alles auf die Relegation setzt. Aber die werden das Derby mit Sicherheit nicht abschenken“, so Oldenburg.