Pause tut TuS Bommern gut

So verzweifelt schauten Thorsten Stephan, Clemens Uphues und Torwart-Trainer Mathias Kilfitt nur einmal – bei der einzigen Pleite gegen Senden.
So verzweifelt schauten Thorsten Stephan, Clemens Uphues und Torwart-Trainer Mathias Kilfitt nur einmal – bei der einzigen Pleite gegen Senden.
Foto: Biene Hagel
  • Der TuS Bommern ist mit 6:2 Punkten trotz eines harten Auftaktprogramms sehr gut in der Verbandsliga-Saison gestartet
  • Die Herbstferien waren spielfrei, so konnte die Mannschaft sich erholen und einige Verletzungen auskurieren
  • Trainer Stephan glaubt, dass sein Team die guten Leistungen auch dauerhaft zeigen kann – als nächstes am Sonntag gegen Hattingen

Witten..  Mit drei Siegen und nur einer Niederlage ist der TuS Bommern in die Verbandsliga-Saison gestartet, dann kam die Herbstpause. Wer meint, die Bommeraner hätten auf ihre Ferien verzichten wollen, um im Siegesrhythmus zu bleiben und die Erfolgswelle noch etwas weiter auszunutzen, täuscht sich aber. Trainer Thorsten Stephan sagt: „Natürlich will man immer gerne weiterspielen, wenn man einen Lauf hat. Aber ehrlich gesagt konnten wir die Pause auch gut gebrauchen, die hatten die Jungs sich verdient. Die kleineren Verletzungen begannen, sich zu häufen.“

Kein Wunder, denn die Belastung war hoch: Seit Anfang Juni hielten die Bommeraner fast vier Monate lang das Tempo oben: Erst die Vorbereitung, dann das knallharte Auftaktprogramm mit den Duellen gegen Ferndorf II, RSVE Siegen und dem ASV Senden. Überraschenderweise gingen der TuS in den ersten beiden Partien als Sieger vom Platz und legte dann nach der Niederlage gegen Senden(„Die hat uns zur rechten Zeit auf den Teppich geholt“) noch einen Auswärtserfolg über das punktlose Schlusslicht Westfalia Halingen nach.

Sonntag kommt der TuS Hattingen

6:2 Punkte – damit verbrachte der TuS die Ferien in der Spitzengruppe der Liga, nur zwei Mannschaften haben eine bessere Bilanz vorzuweisen (Haltern-Sythen und TuRa Bergkamen). Überraschend? Nur teilweise, findet Trainer Stephan: „Ich wusste ja, dass wir in der Lage sind, auch gute Mannschaften zu schlagen. Dass wir dann zum Start aber sogar zwei sehr gute Mannschaften hintereinander schlagen, das war auch für mich eine Überraschung.“

Offenbar gab es im Verein auch Sorge, man könne nach diesem harten Auftaktprogramm in den Ferien am Tabellenende zu stehen. „Der ein oder andere hat schon geunkt, es könnte auch andersrum aussehen, also 2:6“, sagt Stephan – drei Niederlagen gegen Ferndorf, Siegen und Senden wären in der Tat nichts gewesen, wofür der TuS sich hätte schämen müsste.

Mit dem 1:9-Start aus der vergangenen Spielzeit im Hinterkopf ist die aktuelle Lage aber mehr als komfortabel.

So waren die Ferien für Stephan eine gute Möglichkeit, etwas Druck rauszunehmen. „Die zwei Wochen standen jetzt unter dem Zeichen, dass einige Jungs Urlaub machen und sich erholen konnten, andere haben ihre Verletzungen auskuriert. Und wir konnten 14 Tage ganz locker trainieren.“

Nun steigt (endlich) wieder die Anspannung, am Sonntagvormittag steht das Duell mit dem TuS Hattingen an – die sind mit 5:3 ebenfalls gut gestartet und das ebenfalls überraschend. Auch die Trainingsintensität in Bommern wird wieder steigen, der Fokus liegt besonders auf dem Umschaltverhalten. „Das war im Vorwärtsgang oft sehr gut“, findet Stephan, „in die andere Richtung manchmal nicht ganz so.“ Dass sein Team den Rhythmus verloren habe nach zwei spielfreien Wochenenden, sorgt er sich nicht: „Ich bin überzeugt, dass wir diese Leistungen auch über eine ganze Saison bringen können, daran ändert auch die Pause nichts. Die tat uns aber gut und jetzt freuen wir uns auf Samstag.“

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