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Oldenburg verpasst Edelmetall

25.01.2015 | 20:20 Uhr
Oldenburg verpasst Edelmetall
Platz fünf bei der DM in Bonn: Stefan Oldenburg (grüner Judo-Anzug) ärgerte sich vor allem über das Scheitern im kleinen Finale gegen Yassin Grothaus, den er schon des Öfteren besiegt hatte.Foto: Tanja Schneider

Bonn. Haarscharf schrammte Bundesliga-Judoka Stefan Oldenburg (Sport-Union Annen) bei der Deutschen Meisterschaft in der Bonner Hardtberghalle an einer faustdicken Überraschung vorbei. In der 81-kg-Klasse erreichte er das Halbfinale, wurde erst dort gebremst. Medaillen brachten derweil die fürs Annener Erstliga-Damenteam kämpfenden Miriam Schneider (Silber) sowie Nieke Nordmeyer und Kristin Büssow (jeweils Bronze) mit.

Die Auslosung hatte es ganz gut gemeint mit Annens Eigengewächs Stefan Oldenburg. In der Klasse bis 81 Kilogramm erwischte er zunächst ein Freilos, setzte sich dann vorzeitig gegen Tom Görlitz (Berlin) durch und bezwang im Viertelfinale auch seinen im Einzel für Osnabrück startenden SUA-Teamkollegen Henrik Schreiber nach 17 Sekunden der Verlängerung. Halbfinale der Deutschen Meisterschaft - genau das, was sich der 26-Jährige nach all’ der Schinderei in der Vorbereitung erhofft hatte. Doch jetzt hieß der Gegner Alexander Wieczerzak (Wiesbaden) - und gegen den war am Sonntag kein Kraut gewachsen. Nach 110 Sekunden erwischte er Oldenburg per Ippon. Jetzt ging es im „kleinen Finale“ gegen den Osnabrücker Yassin Grothaus - und irgendwie war die Luft beim SUA-Ass ‘raus, sein Gegner rettete einen Waza-ari-Vorsprung über die Zeit. Rang fünf am Ende für Stefan Oldenburg - und der war aller Ehren wert, auch wenn der Wittener natürlich enttäuscht war, dass es wieder nicht für eine Medaille gereicht hat.

Ebenfalls auf dem fünften Rang landete in der Klasse bis 60 Kilogramm Marcel Haupt. Auch der Remscheider stieß mit gutem Judo bis ins Halbfinale vor, unterlag dort dem international erfahrenen Tobias Englmaier (Großhadern) nach gut einer Minute. Im Bronze-Kampf wirkte er ein wenig abgelenkt, kassierte gegen Jörg Onufriev (Eberswalde) schon nach elf Sekunden die entscheidende Wertung - Ippon.

Nicht ganz wie erhofft verlief das DM-Turnier für SUA-Talent Nicki Graczyk (-66 kg). Schon im Achtelfinale traf der Wittener auf Sebastian Seidl, den späteren Deutschen Meister. Der Abensberger musste sich mächtig strecken, um das spektakuläre Duell mit Waza-ari-Vorteil für sich zu entscheiden. In der Trostrunde verlor Graczyk, dessen Bruder Thomas schon in Runde eins scheiterte, unglücklich gegen Lukas Vennekold. Zwei Siege und zwei Niederlagen standen für Max Strote (-90 kg) zu Buche, er verlor in der Hauptrunde gegen Leverkusens Yannick Gutsche.

Einmal Silber und zweimal Bronze - die Ausbeute der für die SUA in der ersten Liga startenden Damen war bemerkenswert. Vor allem Miriam Schneider (-48 kg) wusste zu überzeugen. „Sie hat überragende Kämpfe geliefert, technisches tolles Judo gezeigt“, lobte Trainer Daniel Möller nach der Finalniederlage gegen Katharina Menz (Backnang). In der 52-kg-Klasse erreichte SUA-Neuzugang Nieke Nordmeyer das „kleine Finale“, gewann dort gegen Barbara Ertl. Zudem gab’s Bronze für Schwergewichtlerin Kristin Büssow (Sieg gegen Lea Folkerts).

Oliver Schinkewitz

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2015-01-25 20:20
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