Oldenburg erwartet „heißen Tanz“

Moritz Plafky (grün) stößt gegen den Hamburger JT wieder zum Team der SU Annen.
Moritz Plafky (grün) stößt gegen den Hamburger JT wieder zum Team der SU Annen.
Foto: Oliver Schinkewitz
Was wir bereits wissen
Die SU Annen empfängt am letzten Kampftag den Nord-Meister Hamburger JT im heimischen Dojo am Kälberweg.

Witten..  Der letzte Kampftag in der Judo-Bundesliga, Gruppe Nord, der Männer hält aus Wittener Sicht noch einmal ein echtes Highlight parat: Der Tabellenzweite SU Annen empfängt den als Nord-Meister feststehenden Hamburger JT (18 Uhr). Die Ausgangslage der SUA ist insofern komfortabel, als dass die Viertelfinal-Teilnahme bereits sicher ist. Allerdings könnten die Annener bei einer Niederlage noch auf den vierten Rang abrutschen.

Die Vorfreude ist groß bei der SU Annen. Durch den souveränen Erfolg bei Bayer Leverkusen müssen die Schützlinge um die Trainer Stefan Oldenburg und Marcel Haupt nicht mehr um das Viertelfinal-Ticket bangen. Für das Team von der Ruhr ist das allerdings kein Grund, sich im letzten Kampf zu schonen. Im Gegenteil: „Wir haben uns schon vorgenommen, die Hamburger ein wenig zu ärgern“, gibt Oldenburg zu Protokoll.

Die Aufgabe könnte allerdings schwerer nicht sein. Die Norddeutschen haben bisher alle vier Kämpfe gewonnen, drei davon zweistellig. Entsprechend selbstbewusst wird die Mannschaft von der Alster in Annen auftreten. Oldenburg rechnet nicht damit, dass der HJT die Saison locker ausklingen lassen wird und erwartet die Gäste in Bestbesetzung. „Da geht es auch ums Prestige“, so der SUA-Coach.

Der Hamburger JT ist in allen Altersklassen stark besetzt. In einigen sogar doppelt. So können die Hamburger in der 90 kg-Klasse neben David Tekic, dem Fünften der Junioren-Weltmeisterschaft, obendrein auf Dario Garcia bauen. Dominic Ressel und Max Münsterberg gehen in der 81 kg-Klasse auf die Matte. Hinzu kommen zahlreiche starke Ausländer, von denen man nicht weiß, wer in Witten dabei sein wird. So oder so: Auf die SU Annen wartet eine harte Nuss.

„Ich erwarte einen heißen Tanz“, sagt Oldenburg in Anlehnung an das Wetter. Dafür sollen aber nicht nur die Temperaturen sorgen, die das Dojo am Kälberweg in eine Sauna verwandeln werden, sondern auch die SUA-Kämpfer. Eine schlagkräftige Mannschaft werden die Gastgeber jedenfalls aufbieten. Moritz Plafky (60 kg) wird wieder dabei sein, zudem verstärken sich die Annener mit Maximilian de Vreeze (90 kg) und Dirk van Tichelt (73 kg). Letzterer gewann vor Wochenfrist bei der Europameisterschaft in Baku die Bronzemedaille. „Er wird mit viel Selbstvertrauen kommen“, so Oldenburg.

Positiv: Auch Lutz Behrla kann wieder mitwirken und der zuletzt angeschlagene Nicki Graczyk soll ebenfalls antreten. Im Schwergewicht setzen Oldenburg und Haupt diesmal indes auf Stefan Langwald und Manuel Neumann. Marvin de la Croes kämpft nicht. Neumann kämpfte noch nie in der Bundesliga, ist aktuell aber in der Regionalliga ungeschlagen. „Das muss man auch mal belohnen“, sagt Stefan Oldenburg.

Mit einem Auge schielen die Wittener am Samstag auch nach Frankfurt, wo der JC 90 auf Judo in Holle trifft. Da dieser Kampf schon um 16 Uhr stattfindet, könnte die SUA je nach Ausgang schon frühzeitig Rang drei sicher haben.