Nur Hedefspor darf feiern

Serkan Aydin (li.) lupft den Ball über Herbedes Keeper Mirco Sell hinweg zum 2:0 ins Tor.
Serkan Aydin (li.) lupft den Ball über Herbedes Keeper Mirco Sell hinweg zum 2:0 ins Tor.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Zum Abschluss der Saison kassierte der SV Herbede beim Nachbarn Hedefspor Hattingen eine glatte 0:4-Niederlage. Wieder einmal war der Absteiger vorne viel zu harmlos.

Hattingen.. Hedefspor Hattingen -
SV Herbede 4:0 (0:0)

SVH: Sell; Hain, Ferber, Leone, Tiedke (65. Pänkert), Silberbach, Zimmer, Hope, Karisik (72. Reckort), Homann (65. Sisman), Kleine.
Schiedsrichter: Dominic Tillmann.
Zuschauer: 200.
Torfolge: 1:0 Yigit (52., Foulelfmeter), 2:0 S. Aydin (55.), 3:0 Bergheim (73.), 4:0 Özkan (78.).

Eine insgesamt trostlose, frustrierende Saison ging mit einem weiteren Negativerlebnis zu Ende für den Landesligisten SV Herbede. Bei der letztlich deutlichen 0:4 (0:0)-Niederlage bei Hedefspor Hattingen durften die Wittener am Ende die Feierlichkeiten der Platzherren hautnah miterleben, die unter der Regie von Holger Aden den Aufstieg in die Westfalenliga unter Dach und Fach brachten.

Für die Herbeder war die Saison vom reinen Zahlenwerk her ohnehin schon gelaufen - der Abstieg in die Bezirksliga war bereits besiegelt. „Aber wir wollten uns zum Abschluss in Hattingen noch mal gut verkaufen“, erklärte Co-Trainer Guido Silberbach. Und das gelang dem SVH auch - zumindest in der ersten Halbzeit. „Da hatten wir sogar die eine oder andere gute Torchance, um selbst in Führung zu gehen.“ Letztlich fehlte bei den jeweiligen Versuchen - u. a. durch einen Kopfball von Sebastian Kleine - die Präzision bzw. die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Das größte Problem der Herbeder in der nun abgelaufenen Spielzeit. Mit 34 Treffern in 30 Partien stellte der SVH den zweitschwächsten Angriff der Landesliga - lediglich Schlusslicht SC Husen-Kurl brachte den Ball noch zweimal weniger im gegnerischen Kasten unter.

Die bisweilen durchaus gut funktionierende Defensive des Teams von Trainer Marco Held offenbarte auch am Sonntag auf dem Hartplatz an der Munscheidstraße erst im zweiten Durchgang einige Lücken. Nach einem Abspielfehler wollte Stefan Tiedke noch retten, was kaum noch zu retten war, grätschte einen Angreifer unglücklich um - den fälligen Strafstoß verwandelte Hedefs Orhan Yigit zum erlösenden 1:0 für die Platzherren nach 52 Minuten.

Nur drei Minuten später legten die Hattinger nach: Der Ex-Herbeder Serkan Aydin, der in der kommenden Saison für den TuS Heven spielen wird, traf per Lupfer zum 2:0 (55.) - allerdings aus stark abseitsverdächtiger Position, wie Co-Trainer Guido Silberbach meinte. Damit war letztlich auch der Widerstand der Herbeder gebrochen. „Die Luft war dann einfach ‘raus. Man hat allen angesehen, dass sie froh darüber sind, dass jetzt die Pause kommt“, so Silberbach.

In der Schlussphase kassierte der SVHerbede, bei dem Mirco Sell das Tor hütete, sogar noch den dritten und den vierten Gegentreffer. „Am Ende war der Jubel bei Hedefspor natürlich groß“, war Guido Silberbach aber selbst gar nicht groß nach Feiern zumute.