Noch alles drin für den TuS Stockum

Nickolas Schmitz (li.) und der TuS Stockum empfangen Spitzenreiter Concordia Wiemelhausen.
Nickolas Schmitz (li.) und der TuS Stockum empfangen Spitzenreiter Concordia Wiemelhausen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Gegen Ligaprimus Concordia Wiemelhausen kann Reinert-Elf sicher nicht unbedingt mit Punkten rechnen. Dafür ist das Restprogramm im Kampf um den Klassenerhalt durchaus machbar.

Stockum..  Keine Frage, der nüchterne Blick auf die Tabelle und den anstehenden Spieltag dürfte bei allen, die es mit dem TuS Stockum halten für Unwohlsein sorgen. Die Rot-Weißen haben nicht nur sechs Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz, sondern müssen am Sonntag auch noch gegen Concordia Wiemelhausen ran (15 Uhr, BSA Stockum).

Die Bochumer marschieren bei einem Torverhältnis von 119:21 nur so durch die Liga und sind fünf Spieltage vor Toreschluss schon nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen. „Das wird sicherlich ‘ne Mammutaufgabe“, weiß auch Stockums Co-Trainer Daniel Bittorf, dass man die Punkte im Kampf um den Ligaverbleib bei anderen Partien einplanen sollte. „Allerdings geht es wie immer bei 0:0 los. Schon vorher in die Buchse machen is’ nicht“, fordert er von den Seinen dennoch vollen Einsatz, den überdeutlichen Kräfteverhältnissen zum Trotz. Schon im Hinspiel schlug man sich achtbar, auch wenn die Stockumer letztlich 1:4 verloren.

Auf heimischem Geläuf möchte man dem Ligaprimus nun erneut einiges abverlangen, um vielleicht doch die Überraschung zu schaffen. „Das wären ganz, ganz dicke Bonuspunkte“, erklärt Bittorf mit Blick auf die Paarungen an diesem Wochenende. Sämtliche Kellerkinder treffen nämlich auf Gegner aus der oberen Tabellenhälfte. „Wenns läuft, wie’s laufen sollte, werden alle da unten leer ausgehen, das wäre unsere Chance“, meint der Co-Trainer.

Doch selbst wenn der TuS nachher erwartungsgemäß verlieren sollte, möchte man die Niederlage zumindest im Rahmen halten. „Wir dürfen uns das gute Torverhältnis nicht ruinieren“, sagt Bittorf. Denn das ist mit Abstand das beste aller möglichen Abstiegskandidaten und könnte angesichts der kniffligen Situation im Tabellenkeller noch eine entscheidende Rolle spielen. Sowohl der VfB Annen und die SG Wattenscheid 09 II, denen man beiden noch auf dem heimischen Naturrasen gegenüberstehen wird, haben genau wie der TuS Stockum 25 Punkte auf dem Konto und damit sechs Zähler Rückstand auf SW Eppendorf, den TuS Rotthausen (beide mit einem Spiel mehr) und den PSV Bochum, die die ersten Nichtabstiegsplätze belegen.

Was das Restprogramm angeht, könnten die Voraussetzungen, um die Mission Klassenerhalt an der Pferdebachstraße erfolgreich zu gestalten also schlechter sein. Zumal man nicht nur zwei direkte Abstiegsduelle, sondern mit Arminia Bochum (derzeit 10.) und der SpVgg. Horsthausen auch noch zwei weitere schlagbare Gegner vor der Brust hat. Horsthausen steht zwar auf dem dritten Tabellenplatz, doch im Hinspiel gingen die Stockumer mit 1:0 knapp als Sieger vom Feld.

Bei noch 15 zu vergebenen Punkten sind zwölf also durchaus zu holen, womit der Zug in Richtung Ligaverbleib für die Kicker des TuS Stockum also lange noch nicht abgefahren ist.