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Tennis, Stadtmeisterschaften

Nieweg siegt ohne Satzverlust

12.07.2011 | 15:36 Uhr
Nieweg siegt ohne Satzverlust

Witten. Im Wittener Tennis kann’s nur einen geben. Und dessen Name ist – zumindest bei den Herren – Mathias Nieweg. Das Bundesliga-Ass ist seit Samstag um noch einen Titel reicher, nämlich um den des neuen Stadtmeisters. Gleiches gilt natürlich auch für 14 weitere Teilnehmer, die in den Einzel- und Doppelwettbewerben bei der TG Witten triumphierten.

„Wir haben beide sehr viele Fehler gemacht und ich gegen Ende eben ein paar weniger“, fiel Niewegs Fazit gewohnt nüchtern aus. Dabei durfte der Gymnasiallehrer vollends zufrieden sein. Auch im Finale gegen Annens Martin Bytom blieb er nämlich gänzlich ohne Satzverlust (6:4, 6:3), nachdem zuvor schon die Nummer drei der Setzliste, Sebastian Böhm, deutlich an ihm gescheitert war.

Niewegs Endspielgegner Bytom ging am Abend dann aber ebenfalls nicht ohne eine Trophäe nach Hause. Im Verbund mit SUA-Vereinskamerad Henner Kotar siegte er im Herren-A-Doppel über André Heyermann und Benedikt Hohagen.

Behielt die Setzliste in beiden Fällen Recht, gab’s im Damenfeld die erste Überraschung. Denn dort setzte sich SUA-Talent Greta Kuhls durch – und eben nicht die Favoritin Friederike Most. Die war im Halbfinale an Christina Ringstmeier vom Ausrichter TG Witten gescheitert, doch ihre Mannschaftskollegin Kuhls konnte sie „rächen“. Als Ringstmeier mit 7:6 und 5:2 führte, wendete sich plötzlich das Blatt. Die spätere Siegerin erkämpfte sich Satz zwei im Tie-Break, woraufhin Ringstmeier vorzeitig aufgab.

Dazu passte wohl das Ergebnis der Herren 30/40/50. Obwohl dort gleich drei Altersklassen zusammengefasst worden waren, siegte mit dem vorher unbekannten Klaus Weber ein Oldie. Der Westfalenliga-Spieler (Herren 50, TC RW Stiepel) gab bis zum Finale nur ein einziges Spiel ab und gewann anschließend in drei Sätzen gegen Christian Hesse (TGW). „Das war eine richtig gute Begegnung“, schwärmte Organisator Christian Hoffmann. Zumal Hesse bis vor einem Jahr noch in der Ruhr-Lippe-Liga aufgeschlagen hatte, danach eine einige Zeit pausierte.

Skurril: Als beide Spieler längst geduscht hatten, lief noch immer der Zweikampf der Herren B. Am Ende betrug deren Spielzeit über drei Stunden und U18-Stadtmeister Elvis Pavic stand endlich als Sieger über Jerome Sauer (beide TC Bommern) fest.

Eine letzte Einzel-Konkurrenz hatte der Finaltag dann noch zu bieten. Manfred Wolf (SUA) machte es bei den Herren 60+ ziemlich deutlich: 6:1, 6:0 gegen Michael Stadler (TGW).

Alle weiteren Medaillen wurden an Doppelpaarungen vergeben. Etwa an das SUA-Duo Friederike Most/ Anna Sophia Wenk (Damen A), die im Tie-Break Katharina Meseck/ Frauke Warmer schlugen. Oder die Brüder Andreas und Christian Hesse, für die nach der Gruppenphase im Herren-30-Doppel schon der Sieg festgestanden hatte. Dort trafen eben nur vier Paarungen aufeinander.

Anders bei den älteren Spielern: Die Stockumer Peter Herick und Roland Brokmann (Herren 40/50) mussten sich ungesetzt erst durchs Teilnehmerfeld kämpfen, ehe sie im Finale Klaus Weber und Harald Szczygiol bezwangen. Und der Abschluss war dem Herren 55/60-Doppel überlassen. Man einigte sich, das Endspiel erst am Montag in Bommern auszutragen, wo Hartmut Börker/ Helmut Brötzmann (TuS Heven) dann 12:10 im ausgeglichenen Match-Tie-Break gegen Clemens Nieweg und Frithjof Hoefeld (TCB) gewannen.

Marius Hoff



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