Müller warnt vor „Mittelalter“
09.02.2012 | 16:11 Uhr 2012-02-09T16:11:00+0100
Witten.Die Laune des Trainers war am vergangenen Spieltag ziemlich im Keller - jetzt soll sie wieder ans Tageslicht befördert werden: Mit einem Sieg gegen Teutonia Riemke II wollen die Verbandsliga-Handballerinnen des ETSV Witten am Sonntag (16 Uhr, Kreissporthalle) Wiedergutmachung betreiben.
„Ich denke, solch ein Spiel hat jede Mannschaft mal im Laufe einer Saison. Damit ist das für mich dann auch abgehakt. Wir haben am Dienstag schon darüber gesprochen und entsprechend Gas gegeben“, erklärte ETSV-Coach Uli Müller, dessen Schützlinge zuletzt von der HSG Schwerte-Westhofen mit 17:34 arg überfahren wurden. „Bei denen hat an diesem Tag alles geklappt - und bei uns eben gar nichts“, brachte Müller die Partie auf einen knackigen Nenner.
Die Voraussetzungen vor der Partie gegen die Riemker Reserve sind derweil ganz andere: Die Bochumerinnen sind Vorletzter, haben lediglich 3:23-Punkte auf dem Konto und kassierten am vergangenen Spieltag mit 21:38 gegen den TuS Drolshagen eine ähnlich vernichtende Niederlage wie der ETSV.
„Da erwarte ich natürlich einen Sieg. Alles andere wäre auch ein Schritt zurück ins Mittelalter“, findet der Trainer klare Worte. „Auch wenn wir uns im Hinspiel - gerade in der ersten Halbzeit - reichlich schwer getan haben“, erinnert sich Müller an den wenig berauschenden 28:23-Erfolg. Bei aller Diskussion über den mittelprächtigen Saisonverlauf gibt Uli Müller zu bedenken, dass man durch die langfristigen Ausfälle von Andrea Rüwald und Martina Reschke „einen erheblichen Aderlass“ zu verkraften hatte.
Dennoch bleibt der ETSV-Trainer bei seiner Zielsetzung, am Ende der Saison unter den besten Fünf zu landen. Aktuell belegt sein Team Rang sechs und hat noch einige schwere Partien vor sich.
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