Mit Vollgas an den Zuckerhut

Bei der Junioren-DM im letzten Jahr gab’s für Wittens Jacob Raillon (re.) Silber im Vierer.
Bei der Junioren-DM im letzten Jahr gab’s für Wittens Jacob Raillon (re.) Silber im Vierer.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Für die besten Junioren des RC Witten geht es am Wochenende bei der internationalen DRV-Regatta in Hamburg um die Tickets für die WM in Rio de Janeiro.

Witten..  Jetzt geht’s ans Eingemachte: Die A-Junioren (17 und 18 Jahre) des Ruder-Club Witten kämpfen ab Freitag in Hamburg um ihr ganz großes Ziel. Bei der Internationalen DRV-Juniorenregatta wird die finale Rangliste im Kleinboot – Einer und Zweier ohne Steuermann – ausgerudert. Die vorderen Boote werden danach für das WM-Trainingslager der Junioren-Nationalmannschaft nominiert und starten bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in den potenziellen Nationalteams in den einzelnen Bootsklassen.

Was sich nach Technik anhört, bedeutet für die ambitionierten Wittener Junioren vor allem eines: In Hamburg werden die Tickets für die Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro vergeben. Wer dieses Traumziel erreichen und am Zuckerhut um Weltehren rudern will, der muss in Hamburg topfit sein.

Für den Ruder-Club Witten gehen Jacob Raillon und Benedikt Pernack im Einer an den Start. Lukas Föbinger startet mit Johannes Rentz aus Dortmund ebenso wie Philipp Dahm mit Matthias Fischer aus Hattingen im Zweier ohne Steuermann. Nach der bisher grandiosen Saison kann das Duo Föbinger/Rentz mit großem Selbstbewusstsein ins Rennen gehen. Sicher ist allerdings auch für die beiden noch nichts, denn jeder Fehler kann das vorzeitige Aus bei den Ranglistenrennen bedeuten.

Jacob Raillon, WM-Ersatzmann des letzten Jahres, hatte in dieser Saison mit einigen krankheitsbedingten Rückschlägen zu kämpfen. Nichtsdestotrotz zeigte er in München mit einer starken Leistung, dass er ganz vorne mithalten kann. Ebenso wie Benedikt Pernack hofft er, mit einer guten Setzung der ersten Läufe einen perfekten Start in die Ranglistenrennen zu erwischen. Benedikt Pernack hat zuletzt vor zwei Wochen in Köln unterstrichen, dass er bei der WM-Ticketvergabe ein Wörtchen mitreden will.

Phillip Dahm, der anders als die drei Abiturienten Föbinger, Raillon und Pernack zum jüngeren Jahrgang 1998 gehört und in seinem ersten Jahr bei den A-Junioren rudert, hofft an der Elbe ebenfalls auf eine günstige Konstellation. Zwar hat er zusammen mit Matthias Fischer eher Außenseiterchancen, dennoch will das Duo voll angreifen und so weit wie möglich nach vorne rudern.

Die ersten Läufe zur Rangliste werden in Hamburg schon am Freitag ausgetragen. Die Entscheidung fällt dann am Samstag als Teil der internationalen Regatta, bei der auch die weiteren Junioren des RCW an den Start gehen.