Mit Ruhe dem Favoriten ein Bein stellen

Aufbauspieler Sebastian Lobert (am Ball) empfängt mit der TG Witten am Samstag den TV Gerthe.
Aufbauspieler Sebastian Lobert (am Ball) empfängt mit der TG Witten am Samstag den TV Gerthe.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
TG Witten geht als klarer Außenseiter in die Heimpartie gegen Gerthe und hofft dennoch am Ende als Sieger die Halle zu verlassen. Aufbauposition bereitet Glöckner Kopfzerbrechen.

Witten..  Es gibt sicherlich leichtere Partien als gegen den Tabellenzweiten, um nach vierwöchiger Spielpause wieder in die Spur zu finden. Doch den Spielplan kann sich weder die TG Witten, noch eines der anderen elf Teams in der Oberliga aussuchen. Daher bittet das Team von Coach David Glöckner am Samstag also den TV Gerthe zur Korbjagd auf’s Parkett in der Jahnhalle (19.30 Uhr). Die Bochumer verloren erst zwei Mal.

Damit zählt Gerthe zum Spitzenquartett und den absoluten Top-Favoriten auf den Aufstieg. Lediglich die LippeBaskets Werne, gegen welche die Turngemeinschaft im letzten Spiel vor der Pause eine empfindliche 67:83-Niederlage einsteckte, können mit 14 Punkten noch Anschluss nach oben halten. „Wir gehen auf jeden Fall als Außenseiter ins Spiel“, ist sich auch Glöckner der Kräfteverhältnisse bewusst.

Gerthe spielt taktisch sehr variabel und bleibt über starkes Reboundverhalten oft im Ballbesitz. „Von Ganzfeldpresse bis Zonenverteidigung kann uns alles erwarten“, erklärt der TG-Trainer. Sollten es die Gäste mit ersterer Option probieren, könnte das den Ruhrstädtern dabei aber durchaus in die Karten spielen. Schon beim 58:56-Sieg gegen die AstroStars Bochum II (3., 16 Pkt.) zeigte die Glöckner-Fünf das sie gut auf den hohen Druck des Gegners reagieren kann. Anfang Dezember passte allerdings auch fast alles. Personell konnte der Coach fast aus dem Vollen schöpfen und die Tagesform stimmte ebenso.

Nun sind die Vorzeichen ein wenig anders. Gerade der Aufbauposition wird am Samstagabend entscheidende Bedeutung zufallen. Dort ist der TV Gerthe mit Bastiaan Vanhoyland exzellent besetzt. Laut Glöckner sogar mit dem „besten Aufbauspieler der Liga“. Die Turngemeinschaft muss auf dieser Position dagegen auf Sebastian Lobert (Knöchel) und Sebastian Lichtner (privat verhindert) verzichten. Gut möglich, dass Jens Badziong oder Fabian Sklareck nicht nur auf ihren angestammten Flügelpositionen zum Einsatz kommen, sondern auch in der Mitte aushelfen müssen.

Das wiederum würde Gerthes Christoph Venderbosch Aktionsraum verschaffen. „Christoph ist ein Punktegarant, mit dem ich schon in der Regionalliga zusammengespielt habe“, weiß Glöckner um die Qualitäten des Ex-Zweitliga-Spielers.

Der TG-Coach steht also vor einigen kniffligen Entscheidungen. Letztlich rechnet Glöckner mit einem Kampfspiel und hofft, dass man dem Favoriten ein Schnippchen schlagen kann. „Wir dürfen uns nur nicht aus der Ruhe bringen lassen“, mahnt er.