Mirko Englich wird neuer Cheftrainer

Mirko Englich (re., neben Thomas Eigenbrodt) wird neuer Cheftrainer beim KSV Witten 07.
Mirko Englich (re., neben Thomas Eigenbrodt) wird neuer Cheftrainer beim KSV Witten 07.
Foto: Fischer / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der KSV Witten 07 hat einen neuen Trainer für sein Zweitliga-Team. Für den zurückgetretenen Fatih Sirin übernimmt Mirko Englich.

Witten.. Das kam recht überraschend - auch für den Vorstand des Ringer-Zweitligisten KSV Witten 07: Fatih Sirin hatte dem Verein mitgeteilt, dass er aus zeitlichen Gründen sein Traineramt nicht mehr weiter fortführen kann. Doch der KSV fand ziemlich zügig eine Lösung - und das sogar in den eigenen Reihen: Mirko Englich wird Cheftrainer der Wittener Ringer.

„Es hat bei uns keiner damit gerechnet, dass Fatih Sirin sein Amt niederlegen würde. Aufgrund seiner beruflichen Verpflichtungen blieb ihm aber wohl keine andere Wahl. Wir haben uns dann natürlich zuerst im eigenen Umfeld umgesehen und kamen dabei schnell auf Mirko Englich“, wie der KSV-Vorsitzende Thomas Altstadt mitteilte. Der 36-Jährige, 2008 in Peking Olympia-Zweiter, war neben Adam Juretzko, der jedoch weiter für den Bundesligisten Germania Weingarten auf die Matte gehen wird, quasi die naheliegendste Lösung. „Ich erhoffe mir durch diese Personalie natürlich neuen Schwung, auch in der alltäglichen Trainingsarbeit“, so Altstadt.

Eigentlich ist Mirko Englich neben seiner Frau Yvonne sowie Klaus Eigenbrodt ins Training des KSV-Nachwuchses eingebunden - erste Erfolge hatten sich dort schon gezeigt. „Und eigentlich hatte ich auch Anfang letzter Woche gesagt, der Posten bei der ersten Mannschaft kommt für mich deshalb nicht infrage“, so Englich. Doch durch Sirins Rückzug musste eine umgehende Entscheidung her - schließlich befinden sich die Zweitliga-Cracks des letztjährigen Vizemeisters bereits in der Vorbereitung auf die neue Saison, in der sie wieder eine gute Rolle spielen sollen. „Natürlich werde ich einiges anders machen als mein Vorgänger“, ließ Mirko Englich bereits wissen. Schließlich habe er in seiner erfolgreichen Laufbahn viele erstklassige Trainer kennengelernt und sich von denen einiges abgeschaut. „Vor allem Johnny Levermann in Frankfurt/Oder war in dieser Hinsicht ein idealer Lehrmeister“, so Englich.

Der 36-Jährige strebt vor allem an, die Trainingsarbeit zwischen erster und zweiter Mannschaft intensiver zu verbinden. „Davon können beide ja nur profitieren.“ Zudem soll verstärkt das Augenmerk aufs Techniktraining gelegt werden - „auch gestandene Ringer können schließlich immer noch was dazulernen.“ Worte, die der KSV-Vorsitzende gerne hört. „Es muss einfach unser Ziel sein, den Leistungsgedanken mehr ins Training zu integrieren“, betont Thomas Altstadt.