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Judo: Internationale Deutsche Meisterschaften

Miriam Dunkel startet durch

13.05.2008 | 19:59 Uhr

Deutsche Meisterin, Siegerin beim stark besetzten Turnier in Bad Blankenburg, Zweite beim Turnier in Russland und jetzt auch Internationale Deutsche Meisterin.

 Miriam Dunkel, U17-Judoka der Sport-Union Annen, startet in diesem Jahr durch. „Das wollte ich mir doch nicht entgehen lassen”, sagt Annens Trainer Karsten Flormann, der Miriam Dunkel (70 kg) sowie Christin Eberhardt (78 kg), Alexandra Zwirner (48 kg) und Christopher Köllner (55 kg) zu den Titelkämpfen in die Haupstadt begleitete. Dass Miriam Dunkel in Berlin um die Medaillen mitkämpfen würde, da war sich Karsten Flormann recht sicher. Dass die 15-Jährige die internationale Konkurrenz dermaßen aus dem Weg räumte, beeindruckte selbst den Trainer. „Miriam hat gezeigt, dass sie Ambitionen zu mehr hat”, freute sich Karsten Flormann. Offiziell - so Karsten Flormann - sei die Nominierung für die EM in Sarajewo bisher nicht erfolgt. „An Miriam führt aber kein Weg vorbei. Alles andere wäre unlogisch”, sagt Flormann und erwartet, dass Bundestrainerin Sandra Schwalbe die SUA-Kämpferin berufen wird. In Berlin erwischte Miriam Dunkel einen Einstieg nach Maß. Mit ihrer Sepzialtechnik beendete sie ihren ersten Kampf gegen die Litauerin Silvija Sokol vorzeitig. Im zweiten Kampf wartete der erste dicke Brocken auf die 15-Jährige. Gegen Paula van Dommelen (Niederlande) hatte Miriam Dunkel im Januar noch verloren. Auch diesmal wurde es eng. Nach voller Kampfzeit hatte die SUA-Kämpferin mit 2:1-Wertungen das Viertelfinale erreicht. Dort traf sie auf Alena Prokopenko, die sich nach voller Kampfzeit 5:0 besiegte. Im Halbfinale wartete eine besonders reizvolle Aufgabe auf Miriam Dunkel, denn beim Turnier in Russland hatte sie erst im Finale gegen Margarita Lugova (Russland) verloren. Die Russin gab in den ersten beiden Minuten Vollgas. Miriam Dunkel wehrte geschickt ab. Mit zunehmender Kampfzeit - und erst recht in der Verlängerung - bestimmte aber Miriam Dunkel den Kampf. Das sahen auch die Kampfrichter so, die sich mit 3:0-Stimmen für die Annenerin entschieden. Das Finale gegen Nicoline Alberts (Niederlande) sorgte bei Miriam Dunkel noch einmal für einen Motivationsschub. Und das bekam die Niederländerin zu spüren. Miriam Dunkel warf Nicole Alberts, hielt sie dann mit einem Haltegriff am Boden fest, bis die Niederländerin aufgab. Da waren gerade erst einmal zwanzig Sekunden vergangenen. Freude bei Miriam Dunkel, Frust bei Christin Eberhardt (78 kg), die ebenfalls als amtierende Deutsche Meisterin antrat. „Christin hat sich wohl selbst auch sehr viel Druck gemacht, aber an diesem Tag lief von vornherein nichts”, sagt Karsten Flormann. Hinzu kam aber auch eine gehörige Portion Pech. Gleich im ersten Kampf wurde Christin Eberhardt von ihrer Kontrahentin geworfen und fiel dabei auf die Schläfe. Eberhardt beendete den Kampf zwar noch, wurde aber wegen des Verdachts einer Gehirnerschütterung danach vorsorglich zum Krankenhaus gefahren. Annens Leichtgewicht Alexandra Zwirner stieg mit einem Sieg ins Turnier ein. Im zweiten Kampf ließ sie sich von ihrer Gegnerin am Boden würgen und musste aufgeben. Zwei Siege verbuchte Christopher Köllner - einen nach Verlängerung, einen nach voller Kampfzeit. „Bei der bärenstarken Konkurrenz, besonders aus Russland, ist das ein gutes Ergebnis”, lobt Karsten Flormann seinen Schützling. In den meisten Männer-Konkurrenzen waren die Russen nämlich am Ende ganz unter sich.

Dietmar Mauer



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