Medaille ist ein Muss für Behrla
10.02.2012 | 18:39 Uhr 2012-02-10T18:39:00+0100
Witten.Noch immer blüht das zarte Pflänzchen Olympia-Hoffnung für Judoka Benjamin Behrla (Sport-Union Annen). Doch wenn der 26-Jährige auch am Sonntag beim Weltcup im österreichischen Oberwart nicht punktet, droht es schon im Februar jäh zu verwelken.
„Jetzt gilt es für Benny, Punkte zu sammeln und sich vor Dimitri Peters zu setzen“, sagt sein SUA-Coach Andreas Reeh über das immer währende Duell mit dem Niedersachsen vom TuS Rotenburg, der nicht nur in Tiflis als Turniersieger satt punktete, sondern auch in Paris weiter kam als Konkurrent Behrla. Der nämlich flog jeweils in der ersten Runde ‘raus. In Georgien nach einer quasi unterirdischen Leistung, zuletzt in Paris-Bercy ärgerlicherweise, weil ihn eine frühzeitige Rippenprellung offenbar hemmte.
„Diese Schmerzen und die Therapie mit den Spritzen muss er am Sonntag aus dem Kopf bekommen und die Zähne zusammenbeißen“, stachelt Reeh seinen Schützling an, der immerhin schon zweimal EM-Bronze holte, bei den letzten Olympischen Spielen in Peking Neunter wurde.
Doch in der 100-kg-Kategorie hängen die Trauben auch im Burgenland hoch. Denn auch wenn der Weltcup von Oberwart international nur zur dritten Kategorie zählt - viele Asse der Judo-Szene sind in Österreich am Start, wollen ihrerseits punkten für die Olympia-Qualifikation. Unter anderem wären Olympia-Sieger Tuvshinbayar Naidan (Mongolei) und der brasilianische Weltmeister von 2007, Luciano Correa, potenzielle Gegner für Behrla.
SUA-Coach Andreas Reeh weiß um die Bedeutung des Turniers: „Benny muss am Sonntag eine Medaille holen - egal wie.“ Sonst ist das Pflänzchen bald verloren.
0mitdiskutieren