Lorenzen trifft TuS Heven ins Mark

Am Boden: Ismail Ayar war nach dem Abpfiff quasi das Sinnbild seines TuS Heven.
Am Boden: Ismail Ayar war nach dem Abpfiff quasi das Sinnbild seines TuS Heven.
Foto: Oliver Schinkewitz
Was wir bereits wissen
Auch beim DSC Wanne-Eickel war für den TuS Heven nichts zu holen. Mit 0:3 unterlagen die Wittener - und parallel punktete die Konkurrenz im Ligakeller.

Wanne-Eickel.. DSC Wanne-Eickel -
TuS Heven 09 3:0 (0:0)

TuS: Wirges; Krickhahn, Cetinbag, Cetinkaya, Thume, Kasumi, Mustic (73. Yilmaz), Kiral (73. Basalan), Ayar, Abou-Saleh (65. Peci), Nyenhuis.
Schiedsrichter: Christoph Dastig.
Zuschauer: 120.
Torfolge: 1:0 Lorenzen (56.), 2:0 Rios-Pfannenschmidt (70.), 3:0 Lorenzen (89.).

Welch ein rabenschwarzer Sonntag für die Westfalenliga-Fußballer des TuS Heven 09. Selbst sahen sie nur 45 Minuten lang beim DSC Wanne-Eickel ganz gut aus, hielten ein torloses Remis - am Ende aber setzte es noch eine 0:3 (0:0)-Niederlage. Und dann folgte nach dem Schlusspfiff noch eine bittere Nachricht aus Marl, wo der Tabellenzweite gegen den SV Horst-Emscher 08 mit 2:3 verlor. Jetzt sind es für die Hevener schon sieben Punkte bis zum rettenden Ufer.

„Da kommt dann einfach alles zusammen - so hart kann der Fußball sein“, grummelte TuS-Trainer Mark Heinrich nach der Partie in der Mondpalast-Arena. „Ich kann meiner Mannschaft gar keinen großen Vorwurf machen. Eine Halbzeit lang haben wir das gut gemacht“, erklärte Heinrich. Dann aber reichte den Wanne-Eickelern, die bis dahin auch alles andere als ein Feuerwerk abgebrannt hatten, eine Standard-Situation - das brachte den Erfolg.

45 Minuten lang wurde die Geduld der Zuschauer auf eine ziemlich harte Probe gestellt. Fußball zum Abgewöhnen boten beide Mannschaften - die Fehlerquote hüben wie drüben war bemerkenswert. Torchancen? Gab’s kaum mal. Lediglich nach einem Freistoß von DSC-Akteur Tomaschewski musste Hevens Schlussmann Kevin Wirges eingreifen (16.). Zwei weitere Möglichkeiten vergab der Ex-Hevener Stephen Lorenzen. Und die Gäste? Lediglich in der 43. Minute kam da mal Torgefahr auf, als Ali Abou-Saleh David Nyenhuis bedient hatte - doch Hevens einzige Spitze scheiterte gleich zweimal an Wannes Torhüter Marcel Johns.

Beste Chance durch Basalan

„Kreisliga - mehr war das nicht“, schüttelte DSC-Trainer Martin Stroetzel nach der Partie ungläubig den Kopf ob des miserablen Niveaus. Trotz der Feldüberlegenheit hatte sein Team die Hevener kaum in Bedrängnis bringen können. Da musste schon ein Eckball in der 56. Minute herhalten, um Wanne-Eickel den Weg zur Führung zu ebnen. Per Kopf wurde das Spielgerät zunächst aus dem Strafraum befördert - dort aber stand Stephen Lorenzen völlig blank, jagte den Ball volley in den rechten Winkel zum 1:0. „Danach wurde es dann leichter für uns“, stellte Martin Stroetzel fest.

Denn jetzt mussten die Hevener sich ein wenig aus ihrer tiefen Deckung lösen und mehr Risiko gehen. Allerdings fehlten die zündenden Ideen aus dem Mittelfeld - weder Volkan Kiral noch Demir Mustic brachten da viel Konstruktives zuwege. In der 70. Minute dann die Vorentscheidung: Nach einem Einwurf auf der rechten Außenbahn düste der erst Sekunden zuvor eingewechselte Ex-Hevener Alexander Nour seinem Gegenspieler davon, legte maßgenau quer - und Peter Rios-Pfannenschmidt traf zum 2:0.

Hevens beste Phase kam erst jetzt. Endlich gelang mal der eine oder andere Pass in die Tiefe - einen Schuss von Yunus-Emre Basalan kratzte DSC-Keeper Johns noch so eben aus dem rechten Eck (79.). Viel mehr aber brachten die harmlosen Hevener nicht zustande - in der 89. Minute kassierte man sogar noch das 0:3 durch Lorenzen.