Kraftvoll ins neue Jahr

Clemens Meuren (am Ball) und der HSV Herbede empfangen am Samstagabend die Ahlener SG II
Clemens Meuren (am Ball) und der HSV Herbede empfangen am Samstagabend die Ahlener SG II
Foto: Fotopool / Bernd Böhmer
Was wir bereits wissen
HSV Herbede hat spielfreie Zeit genutzt um Wunden zu lecken. Große Personalsorgen gibt’s gegen die Ahlener SG II fast keine mehr.

Herbede..  Das erste Halbjahr nach dem Wiederaufstieg in die Landesliga verlief für den HSV Herbede durchaus zufriedenstellend. Mit fünf Siegen startet man auf Rang neun ins neue Jahr. Nur einen Zähler trennen die Ruhrstädter vom siebten Rang. Dort steht die Ahlener SG II, die man am Samstag in der heimischen Horst-Schwartz-Sporthalle empfängt (19.30 Uhr).

Mit einem Sieg könnte man in der Tabelle also gleich mal klettern, Ahlen überholen und zum TuS Ickern aufschließen, der auf Schalke eine ganz knifflige Aufgabe zu bewältigen hat. Das die Herbeder zum Wiederauftakt zu Hause ‘ran dürfen, spielt dem Team von Co-Trainer Jan Schiltz dabei in die Karten. Denn am Vormholzer Ring sind die Schwarz-Weißen traditionsgemäß eine Macht, das hat sich auch in dieser Spielzeit nicht geändert.

Fünf von sechs Heimpartien haben die Ruhrstädter gewonnen, lediglich gegen Spitzenreiter TuS Bommern musste man sich geschlagen geben, wobei man zumindest eine Halbzeit stark aufspielte. Überhaupt absolvierte der HSV gegen vermeintlich stärkere Teams in dieser Spielzeit oft seine besten Auftritte.

Das dürfte für die Partie gegen Ahlen Mut machen. Denn auch wenn der Abstand beider Mannschaften auf dem Papier nicht groß aussieht, so sind Reserveteams ins Sachen Besetzung naturgemäß immer für eine Überraschung gut. Gegen die Top-Teams setzte es zwar meist deutliche Niederlagen, dafür machte man mit dem Landesliga-Mittelmaß häufig ganz kurzen Prozess. „Die SG hat zwei Gesichter, aber es scheint, als wolle man sich frühzeitig im Tabellenmittelfeld etablieren“, rechnet Schiltz am Samstag mit Verstärkung aus der Erstvertretung (Oberliga-Zweiter). Besonders im Rückraum und am Kreis gelte in diesem Fall höchste Alarmstufe. „Das heißt, wir dürfen nicht zu aggressiv spielen“, erklärt der Co-Trainer. Durchaus eine knifflige Aufgabe für seine Schützlinge, die eigentlich davon leben, dem Gegner in der Defensive permanent auf den Füßen zu stehen und Ballverluste zu provozieren.

Wichtig wird am Samstagabend zudem sein, den Spielrhythmus möglichst schnell zu finden. Knapp einen Monat ruhte nun der Ball in der Horst-Schwartz-Sporthalle. „Wir haben vier Einheiten absolviert und uns läuferisch betätigt“, sagt Schiltz. Dabei sei man bewusst das Risiko eingegangen Spielpraxis zu verlieren, aber dafür neue Kraft zu tanken. „Ich hoffe das reicht, um gegen Ahlen bestehen zu können“, meint der Co-Trainer.

Personell hat sich diese Entscheidung allerdings schon einmal bezahlt gemacht. Sorgenfalten auf der Trainerstirn sieht man im Gegensatz zu letztem Jahr aktuell keine mehr. Bleibt zu hoffen, dass dieser Zustand anhält.