Knoll glaubt an „Wunder von Witten“

Im Doppel wollen Tobias Knoll (li.) und Jörg Priestley gegen Kamen punkten.
Im Doppel wollen Tobias Knoll (li.) und Jörg Priestley gegen Kamen punkten.
Foto: WAZ FotoPool

Witten..  Der 21. Spieltag in der Tischtennis-Verbandsliga, er kann ein ganz entscheidender werden für den ETSV Witten. Am Samstag (18.30 Uhr, Sporthalle Brenschenschule) bietet sich den „Eisenbahnern“ im Duell mit der DJK Germania Kamen wirklich die allerletzte Chance, noch den so wichtigen fünften Tabellenplatz zu ergattern.

Aktuell hat der Gegner aus Kamen diesen Rang inne, steht aber nur zwei Zähler vor den Wittenern, die bislang wahrlich keine berauschende zweite Saisonhälfte spielen. Mit 8:10-Punkten ist die Bilanz dort sogar negativ - verwunderlich also ohnehin, dass sich dem Team um Spitzenspieler Jörg Priestley noch eine solche Chance bietet. Denn über Rang fünf bestünde eine respektable Chance, nachträglich den Aufstieg in die NRW-Liga zu schaffen.

Das war vor der Saison das ausgemachte Ziel der „Eisenbahner“, doch die Spielzeit 2014/15 lief alles andere als wunschgemäß. Auf An-dré Hagedorn, zu Oberliga-Zeiten eine der Wittener Stammkräfte, musste man durchweg verzichten. David Goldberg stand aufgrund seines beruflichen Engagements nur eingeschränkt zur Verfügung, konnte kaum angemessen trainieren. Zudem fiel Marco Aatz zwischenzeitlich aus, so dass die Wittener immer wieder personell improvisieren mussten. Mehr als Rang sechs nach 20 Partien war so nicht drin.

„Am Samstag können wir zeigen, dass mehr in der Mannschaft steckt“, sagt ETSV-Akteur Tobias Knoll. „Wir müssen am Samstag auf jeden Fall gewinnen, um noch Fünfter werden zu können. Ein Unentschieden reicht uns nicht.“ Im Hinspiel setzte es gegen Germania Kamen eine deutliche 3:9-Niederlage - damals fehlte allerdings Marco Aatz, überdies spielten einige ETSV-Akteure unter Form. „Das Ergebnis war da nicht so aussagekräftig. Wenn wir das abrufen, was wir können, dann ist gegen Kamen ein Sieg drin“, erklärt der frühere Regionalliga-Spieler, der mit einer Einzel-Bilanz von 8:9 im zweiten Saisonabschnitt auch nicht rosig da steht. Bester Wittener ist eindeutig Dennis Loer mit 10:2-Spielen in der Rückserie.

„Wenn wir am Samstagabend gewinnen, können wir es aus eigener Kraft auf Platz fünf schaffen“, betont Knoll. Am letzten Spieltag geht es dann noch zum TV Attendorn (10. Platz), der längst jenseits von Gut und Böse liegt. „Alle wissen, worum es geht, die Mannschaft will diesen Sieg“, sagt Tobias Knoll, der fest an der „Wunder von Witten“ glaubt.