Klarer Sieg im Stadtderby

War nach seiner Einwechslung ein Brandherd, der immer wieder für offensive Akzente sorgte: Herbedes Benjamin Homann (li.) im Duell mit Hevens Orhan Cifci (re.).
War nach seiner Einwechslung ein Brandherd, der immer wieder für offensive Akzente sorgte: Herbedes Benjamin Homann (li.) im Duell mit Hevens Orhan Cifci (re.).
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Mit 3:0 bezwang der SV Herbede den TuS Heven im Reservederby. Beide Mannschaften griffen auf Verstärkungen aus der ersten Mannschaft zurück.

Herbede.. SV Herbede II -
TuS Heven II 3:0 (0:0)

Torfolge: 1:0 Pöstgens (46.), 2:0 Marmulla (77.), 3:0 G. Silberbach (84.).

Im Derby zwischen den Reserve-Teams des SV Herbede und des TuS Heven setzten sich die Herbeder mit 3:0 (0:0) durch. Für den SVHII erzielten Nino Pöstgens, Gianluca Silberbach und Tim Marmulla die Tore. Beide Teams wurden von Spielern der Ersten Mannschaft unterstützt. So liefen Ali Abou-Saleh, Orhan Haarmann, Andreas Golm und Rückkehrer Maik Knapp für den TuS auf. Bei den Herbedern halfen Benjamin Homann und Silberbach aus.

Für beide Mannschaften war die Ausgangssituation verschieden. Die Hevener brauchten Punkte im Abstiegskampf und der SVHII wollte den Anschluss an das Spitzenduo Kaltehardt und WSV Bochum nicht verlieren.

Die Partie versprach in Halbzeit eins nicht ganz, was auf dem Spielbericht zu lesen war. Beide Mannschaften waren bemüht um Kontrolle im Spiel, bekamen aber keine zwingenden Torchancen zustande. So hatte Knapp die beste Chance kurz vor Halbzeitpfiff, als er alleine vor dem Herbeder Tor zum Abschluss kam, aber verzog (42.). Mit einem leistungsgerechten Unentschieden ging es in die Halbzeitpause.

Halbzeit zwei begann für die Herbeder fulminant. Nach einem Schuss von Pöstgens griff Hevens-Schlussmann Timo Kessler daneben -1:0 (46.). Diskussionen kamen auf, ob der Ball überhaupt die Linie überquert hatte. „Die Hälfte meiner Spieler sagte, dass der Ball nicht im Tor war“, so Hevens-Trainer David Ebner. Was in der Folge darauf passierte, war für den Übungsleiter nur schwer zu verstehen. Fatih Cifci sah wegen Nachtretens die Rote Karte (67.). „Diese Disziplinlosigkeiten kosten uns Woche für Woche wichtige Punkte. Ich kann sowas schwer nachvollziehen“, so Ebner. Infolgedessen boten sich Räume für die Herbeder, die Marmulla und Silberbach eiskalt ausnutzten und den Sack zu machten (77., 84.). „In Halbzeit zwei waren wir deutlich überlegen und hätten noch zwei bis drei Tore mehr machen können. Wir waren einfach konsequenter als die Hevener. Wichtig war, dass wir Knapp und Abou-Saleh aus dem Spiel genommen haben, dafür noch mal ein Sonderlob an die Truppe“, so SVH-Coach Mirko Rast.

„Nach dem Rückstand und der Roten Karte war das Spiel für uns gelaufen. Heute hier was mitzunehmen wären einfach Bonuspunkte gewesen, so müssen wir auf die nächsten Wochen schauen und anfangen zu punkten“, so Ebner.

Türkischer SV -
SV BW Weitmar 09 4:4 (0:2)

Torfolge: 0:1 (23.), 0:2 (33.), 0:3 (60.), 0:4 (66.), 1:4 Karagöz (69.), 2:4, 3:4 A. Kartal (74., 76.), 4:4 Karagöz (90.+ 4.).

Mit einem fulminanten Comeback gegen den direkten Abstiegskonkurrent SV BW Weitmar 09 sicherte sich der Türkische SV einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf. Man holte, dank der Tore von Harun Kargöz (2) und Atilla Kartal (2), einen 0:4-Rückstand auf. Und dass, obwohl Halil Krasniki wegen einer Notbremse die Rote Karte sah (83.).

Co-Trainer Ahmet Kücük war nach der Partie zufrieden mit der Moral seiner Mannschaft: „Wir haben zwar die komplette erste Halbzeit und die ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit vollkommen verschlafen, aber gegen Ende des Spiels noch mal Moral gezeigt und das Ding noch ausgeglichen. Nach der Negativserie war das ein Spiel für das Selbstvertrauen und die Moral. Mit den ersten 65 Minuten kann ich nicht zufrieden sein. Aber was die Jungs dann gespielt haben, war toll und am Ende auch verdient.“

DJK TuS Ruhrtal -
AC Hattingen 3:3 (1:1)

Torfolge: 0:1 (2. ), 1:1 Sahitaj (22. FE), 2:1 M. Heckmann (46.), 3:1 Podworny (62.), 3:2 (81.), 3:3 (90. FE)

Mit einem 3:3 (1:1) musste sich die DJK TuS Ruhrtal gegen den AC Hattingen begnügen. Nach einer 3:1-Führung gelang es den Wittenern nicht, die Partie für sich zu entscheiden.

Für Ruhrtal erzielten Pajtim Sahitaj, Max Heckmann und Jonathan Podworny die Treffer. Zu allem Überfluss sah Sahitaj die Rote Karte und wird seinem Team in den kommenden Wochen fehlen (75.). Überschattet wurde die Partie von der schweren Verletzung von Max Heckmann, der mit Verdacht auf Knöchelbruch ausgewechselt werden musste.

Für Trainer Michael Ruhl war es ein rabenschwarzer Tag: „Wir haben wieder unsere berühmte Schlafphase gehabt und wurden erst nach dem Gegentreffer wach. Nach der 3:1-Führung vergeben wir wieder Torchancen wie am Fließband und legen ein naives Verhalten an den Tag. Dass Max und Pajtim uns länger fehlen werden, ist besonders bitter.“