Kellerduell zum Rückrundenauftakt

Der VfB Annen will in der Rückrunde häufiger jubeln. Drei Punkte zum Rückrundenstart gegen den FC Neuruhrort wären ein guter Auftakt.
Der VfB Annen will in der Rückrunde häufiger jubeln. Drei Punkte zum Rückrundenstart gegen den FC Neuruhrort wären ein guter Auftakt.
Foto: WAZ/FotoPool
Was wir bereits wissen
Der VfB Annen 19 peilt gegen Tabellennachbar FC Neuruhrort drei Punkte an. Bei den Bochumern feiert der Ex-Hevener Dino Degenhard seine Pflichtspielpremiere als Trainer.

Witten..  Zum Auftakt in die Rückrunde bekommt der VfB Annen 19 einen Vorgeschmack darauf, was ihn in den kommenden Wochen und Monaten erwartet – nämlich Abstiegskampf pur. Der Wittener Bezirksligist empfängt am Sonntag (15 Uhr, Wullenstadion) den FC Neuruhrort. Die Bochumer liegen einen Punkt hinter dem VfB und werden seit Januar vom Ex-Hevener Dino Degenhard trainiert. Da geht es gleich in die Vollen.

„Zum jetzigen Zeitpunkt, wo keiner so richtig weiß, wo er steht, ist das keine leichte Aufgabe“, sagt Annens Trainer Thomas Gerner. „Eine Niederlage können sich beide Mannschaften nicht erlauben.“ Sowohl der VfB Annen als auch der FC Neuruhrort haben die SG Wattenscheid 09 II sowie den TuS Stockum auf den ersten beiden Abstiegsplätzen im Nacken sitzen. „Es ist wichtig, dass jeder begriffen hat, dass er in jedem Spiel Vollgas geben muss und dass es für uns nur um den Klassenerhalt geht“, sagt Gerner.

In Neuruhrort hat man offenbar erkannt, was die Stunde geschlagen hat. Die Bochumer, die sich vor der Saison unter anderem mit Kai Koitka und Dennis Löhr prominent verstärkten und eigentlich andere Ziele hatten, verpflichteten nach dem Rücktritt von Bayram Kollu mit Dino Degenhard einen namhaften Mann für das Traineramt. Zudem verstärkte der FCN sich in der Winterpause mit dem in Witten ebenfalls bekannten Andre Ujma sowie Patrick Preissing (beide Vorwärts Kornharpen). „Da scheint ein frischer Wind durchzugehen. Die Ergebnisse in der Vorbereitung waren sehr achtbar“, warnt Gerner vor dem kommenden Gegner.

Doch auch die Annener haben in den vergangenen Wochen ihre Hausaufgaben gemacht. Vor allem den Konditionsmangel, so Gerner, habe man aufgearbeitet. „Spielerisch hinken wir aber noch hinterher.“ Das liegt vor allem daran, dass in der Vorbereitung immer wieder Spieler verletzungs- oder krankheitsbedingt ausgefallen sind. Pünktlich zum Auftakt sieht es personell aber ganz gut aus. Bis auf den Langzeitverletzten Michael Dros sowie Remo Ackermann kann Gerner wohl aus dem Vollen schöpfen.

Gut möglich, dass gegen Neuruhrort Timo Weißberg in der Startelf stehen wird. Der Neuzugang vom Portugiesischen SV wusste in den vergangenen Wochen nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen. „Es hat mir sehr gut gefallen, wie er sich präsentiert hat“, lobt Thomas Gerner. Ansonsten könne es den einen oder anderen Härtefall geben. Der Konkurrenzkampf ist offenbar zurück in Annen. Und das ist ja keine schlechte Voraussetzung für die nächsten so wichtigen Spiele.