Kein Gedanke an den Aufstieg

Narine Antonyan und die DJK BW Annen treten am Samstag zum letzten Ligaspiel an.
Narine Antonyan und die DJK BW Annen treten am Samstag zum letzten Ligaspiel an.
Foto: WAZ

Witten..  Ein letztes Mal müssen sie an die Platte, die Tischtennis-Damen der DJK Blau-Weiß Annen - dann sollte die Vizemeisterschaft in der Oberliga feststehen. Die Wittenerinnen fahren am Samstag (Spielbeginn: 18.30 Uhr) zu den TTF Schwelm, die längst als Absteigerinnen feststehen.

Die Prognosen haben sich bewahrheitet: Schon vor der Saison hatte Paulo Rabaca, Tischtennis-Geschäftsführer der DJK BW Annen, gemutmaßt, dass das neu formierte Wittener Damen-Team selbst in der Oberliga um den Aufstieg mitspielen könnte. Nach 17 von 18 zu absolvierenden Partien stehen die Blau-Weißen mit 26:8-Punkten hinter dem SC BW Ottmarsbocholt auf dem zweiten Platz, können am Samstag im EN-Derby den Vizetitel einfahren - sofern ein Sieg in Schwelm gelingt. Personell allerdings sieht es nicht allzu gut aus, denn mit Zeynep Hermi (angeschlagen), Claudia Isensee, Juliana Klinge und Barbara Pernack fehlt quasi eine komplette Mannschaft gegen den Tabellenletzten (2:30-Punkte).

Quartett fehlt in Schwelm

Daher müssen im letzten Saisonspiel Narine Antonyan (mit 30:5-Einzeln erfolgreichste Annenerin), Lisa Straube, Ayse Hermi und vermutlich Heike Schmalstieg aus der BWA-Reserve versuchen, die Punkte nach Witten zu holen. Wobei: Die Aufstiegs-Relegation, die mit dem Erreichen des zweiten Tabellenplatzes verbunden ist, wollen die Annenerinnen gar nicht unbedingt spielen. Das weiß auch Paulo Rabaca, der sich weitestgehend aus den Planungen des Teams heraushalte: „Ich versuche zu vermitteln - das Meiste regeln die Frauen ohnehin unter sich“, betont der Landesliga-Akteur von BW Annen.

Ein Aufstieg in die Regionalliga wäre vermutlich ohnehin nicht das erstrebenswerteste Ziel für die Blau-Weißen, die erst im Frühjahr 2014 in die Oberliga zurückgekehrt waren. „Der Aufwand dort ist schon relativ hoch, es kämen einige weite Fahrten hinzu. Ich glaube nicht, dass ich das noch mal brauche“, hatte Ex-Zweitliga-Spielerin Juliana Klinge schon vor Wochen betont. Sie sieht die nahe Zukunft der Annenerinnen weiterhin in der Oberliga. Es sei denn, es tut sich personell für den Verein wieder eine neue Perspektive auf - allerdings hat man nicht in jedem Jahr das Glück, solche hochkarätigen Akteurinnen für sich gewinnen zu können wie 2014. „Wir sind in der Oberliga schon gut aufgehoben“, stellt Klinge fest.

Nach dem letzten Spieltag werden sich die Protagonisten zusammensetzen und die Planung für die kommende Saison in Angriff nehmen. Aktuell erscheint selbst ein weiterer personeller Umbruch durchaus denkbar. Mit Katja Jochmann vom TV Kupferdreh, der sich nach der ersten Halbserie aus der 3. Bundesliga zurückzog, steht BW Annen zumindest in Kontakt.