Katharina Rath verbucht ersten Turnier-Erfolg

Starkes Turnier in Witten: Katharina Rath (Bayer Leverkusen) feierte nach zwei Finalteilnahmen 2005 und 2014 diesmal am Kälberweg den Turniersieg.
Starkes Turnier in Witten: Katharina Rath (Bayer Leverkusen) feierte nach zwei Finalteilnahmen 2005 und 2014 diesmal am Kälberweg den Turniersieg.
Foto: FUNKE Foto Services

Witten..  „Sie spielt derzeit vielleicht das beste Tennis ihres Lebens“, lobte Turnierleiter Erwin Wagner (SU Annen) die 29-jährige Katharina Rath, die schon seit Ewigkeiten quasi zum Inventar des „Ostermann-Frühlingscups“ gehört, diesmal aber ihren ersten Triumph feierte.

Keinen einzigen Satz hatte die Gelsenkirchenerin, die in der 2. Bundesliga für den RTHC Bayer Leverkusen aufschlägt, während der Woche am Kälberweg verloren. In ihren ersten beiden Begegnungen ließ die Nummer 36 der DTB-Rangliste lediglich drei Spiele liegen, im Viertelfinale gegen die erst 15-jährige Bochumerin Linda Puppendahl (6:3, 6:3) musste sie sich erstmals richtig strecken.

„Ich habe die ganze Woche über solides, gutes Tennis gespielt. Vielleicht läuft’s bei mir derzeit einfach so gut, weil ich das alles viel lockerer sehe und es nur noch nebenher mache“, so die Erzieherin im Hauptberuf. Auf ihre Halbfinalgegnerin musste Katharina Rath am Freitagabend bis in die späten Abendstunden hinein warten. Die Hannoveranerin Sofiya Gorovyts (15) hatte Sina Niketta vom Rochusclub Düsseldorf in drei Sätzen niedergerungen - wegen der einbrechenden Dunkelheit musste der finale Satz sogar in die Halle des TC SW Annen verlegt werden - dort gewann Gorovyts mit 6:4 und ließ sich auch von der teils unbeherrschten Art ihrer Gegenspielerin, die sich obendrein auch noch mit Oberschiedsrichter Klaus Stratmann anlegte und sich benachteiligt fühlte, nicht beirren.

Im Halbfinale verlor die Niedersächsin jedoch glatt mit 1:6 und 0:6 gegen Rath, hatte am Vorabend wohl zu viele „Körner“ gelassen. Die zweite Partie zwischen Nina-Isabella Scholten (Leverkusen) und Ksenia Dmitrieva wurde nicht zu Ende gespielt - Dmitrieva (Dortmunder TK) gab bei 3:6 und 0:2 wegen einer Fußverletzung auf.

Und auch im Endspiel gab’s einen Aufgabesieg: Die 18-jährige Nina-Isabella Scholten hatte Probleme mit ihrer rechten Schulter, gab beim Stand von 1:6, 0:3 gegen die amtierende Deutsche Meisterin der Altersklasse 30 auf.