Kastel-Elf bekommt das Aufstiegsspiel

Zwei Tore für die Stockumer Reserve: Andre Jungk (li.) traf im Heimspiel gegen den SC Werne.
Zwei Tore für die Stockumer Reserve: Andre Jungk (li.) traf im Heimspiel gegen den SC Werne.
Foto: WAZ-FotoPool
Was wir bereits wissen
Stockum II besiegt Werne klar mit 7:2 und bittet Kurdistan Bochum nächste Woche zum Spitzenduell. Schnee verliert.

Witten..  Die Sportfreunde Schnee haben sich aus dem B-Liga-Aufstiegsrennen wohl abgemeldet, unterlagen am Sonntag mit 0:1 (0:0) gegen SuS Wilhelmshöhe. Doch für die Reserve des TuS Stockum geht es nun in das große Finale. Die Mannschaft um Trainer Jan Kastel schlug Werne deutlich mit 7:2 (3:2), Kevin Mohar „netzte“ dabei allein viermal. Als nächstes hat man nun den Tabellenzweiten CF Kurdistan Bochum (3:2 in Durchholz) vor der Brust. „Wir werden da natürlich alles auffahren“, versichert Kastel.

Einen wichtigen Heimsieg holte auch der FSV Witten, der gegen den direkten Konkurrenten aus Stiepel mit 2:0 (1:0) gewann und wieder bis auf einen Punkt an die Nichtabstiegszone heranrückte.


Die Spiele im Überblick:

TuS Stockum II - SC Werne 2002 7:2 (3:2)
Tore:
1:0, 2:0 Kevin Mohar (4., 14.), 3:0 Andre Jungk (17.), 3:1 (40.), 3:2 (41.), 4:2 Andre Jungk (59.), 5:2, 6:2 Kevin Mohar (64., 76.), 7:2 Dennis Aufermann (77.).

Die Stockumer Reserve legte gegen Werne einen furiosen Start hin, führte nach 17 Minuten bereits mit 3:0. Bis zehn Minuten vor dem Pausenpfiff hielt man das Tempo hoch und hätte durchaus noch den einen oder anderen Treffer nachlegen können. Doch dann machte man sich das Leben selbst schwer, kassierte binnen zwei Minuten gleich zwei Gegentore. Trainer Jan Kastel versuchte, seine Elf zum Auftakt von Hälfte zwei wieder wachzurütteln, allerdings musste der TuS erst eine heikle Phase überstehen, in der Torwart Simon Borgloh einen Elfmeter parierte (50.) und Werne noch eine Riesenchance vergab. Im Gegenzug erhöhte Andre Jungk dann aber auf 4:2, was den Weg zu einem letztlich deutlichen 7:2-Sieg ebnete. Nun haben die Stockumer den Aufstieg in die Kreisliga A selbst in der Hand. Nächste Woche geht’s zum Tabellenzweiten CF Kurdistan Bochum.

FSV Witten - RW Stiepel II 2:0 (1:0)
Tore:
1:0, 2:0 Kris Schumann (35., 65.).

Gegen den direkten Abstiegskonkurrenten aus Stiepel überzeugte der FSV mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, holte einen immens wichtigen Sieg, der die Wittener wieder bis auf einen Punkt an die Nichtabstiegszone heranbringt. Im Wullenstadion machte Kris Schumann mit zwei Toren auf sich aufmerksam, doch am Sonntag war es allen voran die Defensivarbeit, die Coach Frank Colapietro imponierte. „Die Abwehrreihe hat das zusammen mit unseren Sechsern wirklich gut gemacht. Stiepel hatte zwar ein paar gute Gelegenheiten, aber diesmal haben wir vorne zum Glück auch zwei Chancen genutzt.“ Zwei Begegnungen hat der FSV nun noch vor der Brust. Mit Siegen gegen Heven III und SuS Wilhelmshöhe möchte man noch den Relegationsplatz verlassen.

SF Durchholz - CF Kurdistan Bochum 2:3 (1:0)
Tore:
1:0 Ugur Yoldas (35.), 1:1 (70.), 1:2 (72.), 1:3 (82.), 2:3 Rafael Piotrowski (84.).

„Kurdistan war heute leider dieses eine Tor besser und insgesamt der verdiente Sieger“, musste Durchholz’ scheidender Trainer Alfonso Bosco anerkennen. Knapp 70 Minuten lang verteidigten die Sportfreunde engagiert und lagen nach einem Tor von Ugur Yoldas seit der 35. Minute in Führung. Am Ende habe dann aber die Fitness den entscheidenden Unterschied gemacht, so Bosco, der drei aufeinanderfolgende Bochumer Treffer mitansehen musste. Nach Rafael Piotrowskis 2:3 (84.) hatten die Wittener noch die Chance zum Ausgleich. „Aber das wäre nicht verdient gewesen“, gestand Bosco.

Portugiesischer SV - TuS Querenburg II 2:4 (2:2)
Tore:
0:1 (9.), 1:1 Vladimir Vasic (14.), 2:1 Michael Thor (25.), 2:2 (27.), 2:3 (54.), 2:4 (72.).

PSV-Trainer Markus Nowag nahm nach der 2:4-Pleite gegen „Kellerkind“ Querenburg II kein Blatt vor den Mund, sprach von „Alibifußball“ und einem äußerst schwachem Zweikampfverhalten seines Teams. Das vorletzte Heimspiel der Saison war zu Beginn ein offener Schlagabtausch, bei dem sich auf beiden Seiten massig Chancen ergaben. Vladimir Vasic traf in der 14. Minute zum 1:1-Ausgleich und Michael Thor brachte die „Portugiesen“ zwischenzeitlich sogar mit 2:1 in Front. Vor der Pause glichen die Gäste aber wieder auf 2:2 aus und legten im zweiten Durchgang dann noch zwei weitere Treffer nach.

SF Schnee - SuS Wilhelmshöhe 0:1 (0:0)
Tor:
0:1 (57.).

„Jede Mannschaft hat im Laufe der Saison mal ein kleinen Hänger – und den haben wir aktuell leider“, kommentierte Schnees Trainer Boris Decker die 0:1-Niederlage gegen Wilhelmshöhe. Im Duell mit dem Liga-Sechsten erspielten sich die Sportfreunde kaum Torchancen und lagen nach einem Treffer aus der 57. Minute mit 0:1 zurück. Laut Decker hätte der Schiedsrichter anschließend noch einmal auf den Punkt zeigen und einen Treffer von Benjamin Bargenquast anerkennen müssen, „aber am Schiedsrichter hat es insgesamt nicht gelegen“, so der Schneer Übungsleiter. Durch das 0:1 sind die Sportfreunde auf Platz drei gefallen und dürften mit dem Aufstieg also nichts mehr zu tun haben. „Uns haben in diesem Finale ein, zwei gestandene Spieler gefehlt. Trotzdem war es für uns eine überragende Saison – und wir wollen einmal schauen, was im nächsten Jahr möglich ist“, sagte Decker mit Blick auf die kommende Spielzeit.

TuRa Rüdinghsn. - TuS Kaltehardt II 4:2 (2:0)
Tore:
1:0 Alpar Tökes (12.), 2:0 Oliver Gunia (35.), 2:1 (53.), 2:2 (58.), 3:2 Oliver Gunia (69.), 4:2 Benjamin Medini (90.).

Auch ohne Trainer Stefan Lohrmann und dessen „Co“ Daniel Gembalczyk sammelte TuRa weiter wichtige Zähler gegen den Abstieg. Im Heimspiel gegen Kaltehardt II zeigten die Rüdinghauser zu Beginn guten Fußball, lagen nach Toren von Alpar Tökes und Rückkehrer Oliver Gunia verdient mit 2:0 in Führung. Obwohl ein Gästespieler dann die Gelb-rote Karte sah (44.), kassierte man kurz nach der Pause ein unglückliches Gegentor – und nach einem Kaltehardter Freistoßtreffer stand’s plötzlich wieder 2:2. TuRa investierte in der Folge dann wieder mehr und kam dank Gunia und Benjamin Medini zu einem verdienten 4:2-Erfolg. „Einen Sieg brauchen wir jetzt noch, aber das wird schon schiefgehen“, sagte Coach Lohrmann.

RW Leithe II - TuRa Rüdinghsn. II 3:2 (1:0)
Tore:
1:0 (36.), 2:0 (51.), 2:1 Kai Kielbassa (53.), 2:2 Alexander Orlov (65.), 3:2 (79.).

TuRas Zweitvertretung ist in der Kreisliga B2 wieder vom Relegationsplatz gerutscht. Im Spiel gegen den neuen Tabellen-13. RW Leithe II musste sich die Mannschaft von Trainer Kevin Deilmann knapp mit 2:3 geschlagen geben. Nach einem 0:2-Rückstand schossen Kai Kielbassa und Alexander Orlov die Wittener wieder bis auf 2:2 heran. Doch Gastgeber Leithe erzielte in der 79. Minute noch das Siegtor.