Kantersieg mit langem Anlauf

Vaness Oberbossel (re.) und der ETSV Witten feierten gegen die Ahlener SG einen klaren Heimsieg.
Vaness Oberbossel (re.) und der ETSV Witten feierten gegen die Ahlener SG einen klaren Heimsieg.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der ETSV Witten hat den Bann gebrochen und endlich zu Hause den zweiten Saisonsieg eingefahren - und das auch noch recht deutlich.

Witten.. ETSV Witten -
Ahlener SG 31:21

ETSV: Mindt, D. Schabacker; Achtsnichts (3), Albus (1), Behler (1), Herrmann, Hugger (7), Lewe (3), Oberbossel (1), Richter (2), Rüwald (8), J. Schabacker, Schmidtmann (5).

Quälend lang hatten die Anhänger des Verbandsligisten ETSV Witten auf diesen Tag warten müssen. Genauer gesagt: Am 2. November (damals gegen den Soester TV) war den „Eisenbahnerinnen“ zuletzt ein Sieg vor eigenem Publikum gelungen. Wie gut sich das anfühlt, durfte die Mannschaft von Trainer Stephan Hellwig in vollen Zügen auskosten, denn sie gewann deutlich mit 31:21 (13:13) gegen die Ahlener SG.

„Ein ganz wichtiger Sieg“, atmete der ETSV-Coach nach der Partie durch. Denn damit haben sich die Wittenerinnen erstmal ein wenig von der gefährdeten Tabellenregion abgesetzt. Mit 13:17-Punkten haben die Hellwig-Schützlinge den Kontakt zum oberen Mittelfeld zumindest noch nicht aus den Augen verloren. Und angesichts der Vorstellung in der zweiten Halbzeit muss man auch nicht darum fürchten, dass die Wittenerinnen noch einmal abrutschen.

30 Minuten lang allerdings war der ETSV-Trainer auf und neben seiner Bank relativ ungehalten. „Die Mannschaft hat sich überhaupt nicht an die Vorgaben gehalten“, ärgerte sich Hellwig. So wurde es dem biederen Angriff der Ahlener SG - ohne die beste Spielerin angetreten - relativ leicht gemacht, zu Torerfolgen zu kommen. „In der Deckung haben wir kaum Körperkontakt gesucht, waren einfach nicht konsequent genug. Und vorne war das alles viel zu zögerlich“, monierte der Coach, dass seine Akteurinnen zu selten in die sich bietenden Lücken stießen. So mussten sich die ETSV-Damen nicht wundern, dass es zur Pause 13:13 hieß gegen einen Gegner, dem im Abstiegskampf das Wasser bis zum Halse steht.

„Ich habe dann in der Kabine deutliche Worte gefunden - während das Spiels kam das wohl nicht so richtig an“, so Hellwig über seine Gardinenpredigt. Die sein Team wohl verstanden zu haben schien, denn fortan sahen die Zuschauer in der Kreissporthalle ein ganz anderes, viel zielstrebigeres ETSV-Team. Mit einer wiederum ganz starken Andrea Rüwald im Rückraum. Acht Treffer markierte sie insgesamt, war neben der ebenfalls überzeugenden Sophie Hugger (7) beste Schützin ihres Teams.

Der ETSV ging mit 18:15 in Front, dann mit 21:16 (40.) - erstmals lagen fünf Treffer zwischen den beiden Mannschaften. „Danach sind wir weiter ruhig geblieben, haben den Vorsprung nicht mehr hergeschenkt“, so Hellwig. Vorne agierten die Wittenerinnen ganz abgeklärt, ließen nach dem 25:21 in den letzten Minuten kein Gegentor mehr zu. Das letzte Tor erzielte per Tempogegenstoß Bianca Richter - Endstand 31:21.